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Martin Luther and the Roman Process in the Neo-Latin Epigraphs of the Humanist Poet Euricius Cordus (1486-1535) (Martin Luther und der Römische Prozess in den neulateinischen Epigrammen des humanistischen Dichters Euricius Cordus (1486–1535))

in Daphnis
Autor:in:
Astrid Sänger dfg-Graduiertenkolleg 2008: Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit, Fakultät für Geisteswissenschaften, Universität Hamburg, Deutschland, astrid.saenger@uni-hamburg.de

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Euricius Cordus (1486–1535), professor of medicine at Marburg University, wrote approximately 1250 epigrams, reflecting his life and environment. Like many fellow humanists, Cordus fervently supported Luther’s ideas and was disturbed by the Papal campaign against him. This paper looks at three examples illuminating literary strategies Cordus employed to express enthusiasm for Luther and to defend him against controversialist opponents. It understands Cordus’ literary support of Luther as part of his humanist identity and a vehicle of self-fashioning.

Der hessische Humanist Euricius Cordus (1486–1535), seit 1527 Professor für Medizin an der Marburger Universität ist der Nachwelt auch als Verfasser von 1250 Epigrammen bekannt, die sein Leben und seine Umwelt widerspiegeln. Wie viele seiner humanistischen Mitstreiter war er ein glühender Unterstützer der reformatorischen Ideen Martin Luthers. Anhand dreier Beispiele verdeutlicht der Aufsatz einige der literarischen Strategien in den Epigrammen des Cordus, mit denen Unterstützung für diese Ideen ausgedrückt und Luther in Kontroversen verteidigt wurde. Diese literarische Unterstützung für den Reformer war ein wichtiger Teil von Cordus’ Identität als Humanist.

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