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GELEHRTENKULTUR UND ANTITRINITARISCHE HÄRESIE AN DER NÜRNBERGER AKADEMIE ZU ALTDORF

in Daphnis
Autor:innen:
Martin Schmeisser
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und
Klaus Birnstiel
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Die Nürnberger Akademie zu Altdorf gilt aufgrund des Dissidentenkreises um den Philosophie- und Medizinprofessor Ernst Soner (1573-1612) als das bedeutendste Zentrum des Antitrinitarismus im Reichsgebiet. Aus dem Zirkel um Soner gingen namhafte Vertreter der Ecclesia minor hervor, wie Martin Ruarus (1588-1657) und Johann Crell (1590-1633). Trotz seiner Bedeutung wurden dem Altdorfer ‘Kryptosozinianismus’ bislang nur wenige Einzelstudien gewidmet. Der thematische Schwerpunkt des vorliegenden Beitrags bilden die intellektuellen Voraussetzungen und die soziokulturellen Rahmenbedingungen, welche die Genese nonkonformer religiöser Anschauungen an der Academia Norica in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bestimmt haben. In den Blick genommen werden zudem die Kommunikationsformen der Altdorfer Dissidenten, die zu beobachtenden Prozesse des Aushandelns von Kompromissen und die Formen praktizierter Toleranz seitens der Obrigkeit.

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