Wo in Czepkos Werken die Stellung des Menschen zwischen Zeit und Ewigkeit zum Ausdruck kommt, wird die Diagnose menschlicher (Un)Beständigkeit oft erst über die Betrachtung der räumlichen Strukturen im Leib-Seele-Kompositum möglich. Besonders die dabei häufig zu beobachtende (metaphorische) Räumlichkeit des Psychischen ist bisher von der Forschung weitgehend vernachlässigt worden. Czepkos ein-, zwei- und dreidimensionale psychische Gebilde sind oft zumindest partiell dynamisch organisiert, d.h. in ihrer Ausdehnung, ihren AuÃenbegrenzungen und Inhalten mehr oder weniger variabel. Dass Czepkos Seelenraum kein Raum wie jeder andere ist, folgt aber nicht allein aus seiner teilweise radikalen Verwandlungsfähigkeit, sondern auch aus seinem beständigen Oszillieren zwischen Omnipräsenz und Ortlosigkeit. Die Paradoxien und Antithesen, die Czepkos Anthropologie auf vielerlei Weise prägen, sind somit auch für seine Seelenraum-Darstellung charakteristisch.
Purchase
Buy instant access (PDF download and unlimited online access):
Institutional Login
Log in with Open Athens, Shibboleth, or your institutional credentials
Personal login
Log in with your brill.com account
| All Time | Past 365 days | Past 30 Days | |
|---|---|---|---|
| Abstract Views | 265 | 51 | 4 |
| Full Text Views | 106 | 3 | 0 |
| PDF Views & Downloads | 88 | 5 | 0 |
Wo in Czepkos Werken die Stellung des Menschen zwischen Zeit und Ewigkeit zum Ausdruck kommt, wird die Diagnose menschlicher (Un)Beständigkeit oft erst über die Betrachtung der räumlichen Strukturen im Leib-Seele-Kompositum möglich. Besonders die dabei häufig zu beobachtende (metaphorische) Räumlichkeit des Psychischen ist bisher von der Forschung weitgehend vernachlässigt worden. Czepkos ein-, zwei- und dreidimensionale psychische Gebilde sind oft zumindest partiell dynamisch organisiert, d.h. in ihrer Ausdehnung, ihren AuÃenbegrenzungen und Inhalten mehr oder weniger variabel. Dass Czepkos Seelenraum kein Raum wie jeder andere ist, folgt aber nicht allein aus seiner teilweise radikalen Verwandlungsfähigkeit, sondern auch aus seinem beständigen Oszillieren zwischen Omnipräsenz und Ortlosigkeit. Die Paradoxien und Antithesen, die Czepkos Anthropologie auf vielerlei Weise prägen, sind somit auch für seine Seelenraum-Darstellung charakteristisch.
| All Time | Past 365 days | Past 30 Days | |
|---|---|---|---|
| Abstract Views | 265 | 51 | 4 |
| Full Text Views | 106 | 3 | 0 |
| PDF Views & Downloads | 88 | 5 | 0 |