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ZUFLUCHTSORTE UND FLIEßENDE RÄUME

In: Daphnis
Author:
Misia Sophia Doms
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Wo in Czepkos Werken die Stellung des Menschen zwischen Zeit und Ewigkeit zum Ausdruck kommt, wird die Diagnose menschlicher (Un)Beständigkeit oft erst über die Betrachtung der räumlichen Strukturen im Leib-Seele-Kompositum möglich. Besonders die dabei häufig zu beobachtende (metaphorische) Räumlichkeit des Psychischen ist bisher von der Forschung weitgehend vernachlässigt worden. Czepkos ein-, zwei- und dreidimensionale psychische Gebilde sind oft zumindest partiell dynamisch organisiert, d.h. in ihrer Ausdehnung, ihren Außenbegrenzungen und Inhalten mehr oder weniger variabel. Dass Czepkos Seelenraum kein Raum wie jeder andere ist, folgt aber nicht allein aus seiner teilweise radikalen Verwandlungsfähigkeit, sondern auch aus seinem beständigen Oszillieren zwischen Omnipräsenz und Ortlosigkeit. Die Paradoxien und Antithesen, die Czepkos Anthropologie auf vielerlei Weise prägen, sind somit auch für seine Seelenraum-Darstellung charakteristisch.

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