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DAS HAUSBUCH ALS LITERARISCHE GATTUNG

In: Daphnis
Author:
Barbara Schmid
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Am Beispiel der bisher kaum bekannten Zürcher Überlieferung untersucht die Studie Formen und Funktionen des frühneuzeitlichen Hausbuchs. Hausbücher sind Schriften, in denen die Verfasser die Geschichte ihres Geschlechts, ihres Lebens und Berufs, Familienereignisse sowie Abschriften von Dokumenten aufzeichneten. Im 17. Jahrhundert wurden sie in Zürich von Angehörigen der städtischen Führungsgruppe verfasst. Besonders aufschlussreich sind die Hausbücher des Zürcher Bürgermeisters und Nachfahrs Huldrych Zwinglis, Johann Heinrich Waser (1600–1669). Seine seit 1627 erstellten Bände der Oeconomica waren an nahe Verwandte gerichtet. 1662/63 während eines Gerichtsverfahrens wegen Landesverrats entstanden, hatte der rhetorisch ausgeschmückte und mit gezeichneten Stammbäumen versehene erste Band von De vita sua die Rechtfertigung des Schreibenden als vornehmstes Mitglied der Zürcher Elite zum Ziel.

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