5.1 WeiÃe Ratten wurden in Versuchslabyrinthen an zwei gleich beduftete Luftströme, an zwei gleiche optische Muster oder an zwei gleiche taktile Muster gewöhnt. Nach einer solchen Gewöhnung wurden beide Reizgeber ausgewechselt, einer gegen einen gleichen gewohnten Reizgeber, der andere gegen einen neuen, aber jeweils innerhalb der gleichen Modalität. Beobachtet und gemessen wurde die durch Erstzuwendung und Zuwendungszeiten zum Ausdruck kommende relative Bewertung des neuen Duftes, optischen Musters oder taktilen Musters gegenüber dem jeweils bekannten Reizmuster. In allen drei Fällen wurde eine deutliche Bevorzugung des jeweils neuen Reizes beobachtet. Das Ausmaà dieser Bevorzugung wurde als Maà für die Stärke der Erkundungstendenz betrachtet. 5.2 Weiterhin wurde geprüft, welchen Einfluà wechselreiche, bzw. ,,reizreiche" Vorbehandlungen auf die Stärke der Erkundungstendenzen gegenüber den verschiedenen neuen Reizen hatten. Solche reizreichen Vorbehandlungen wurden entweder langfristig in einer sich täglich ändernden Wohnkasten-Umwelt oder kurzfristig unmittelbar vor der Prüfung der Stärke der Erkundungstendenz im Versuchslabyrinth durchgeführt. Langfristig reizreich vorbehandelte Vt waren im Versuchslabyrinth in den ersten Minuten lokomotorisch aktiver, später weniger aktiv als monoton vorbehandelte Vt. Kurzfristig reizreich vorbehandelte Vt unterschieden sich bezüglich lokomotorischer Aktivität nie von monoton vorbehandelten. Die Ergebnisse der Prüfungen der Stärke der Erkundungstendenz lassen sich wie folgt zusammenfassen: Von den gebotenen reizreichen Vorbehandlungen sind diejenigen, in denen eine Anzahl von Düften enthalten ist, besonders geeignet, die Erkundungstendenz zu schwächen. Besonders gut beeinfluÃbar durch eine solche Vorbehandlung ist die Erkundungstendenz gegenüber einem neuen Duft. Schwächend auf die Erkundungstendenz wirken nicht die gebotenen Düfte selbst, sondern die Duftwechsel. Für diese Schwächung der Erkundungstendenz ist nicht eine Empfindlichkeitsveränderung des Geruchs-Sinnesorgans verantwortlich. 5.3 AbschlieÃend werden Fragen der Reizspezifität der Veränderungen innerhalb der zentralnervösen Mechanismen diskutiert. die das Erkundungsverhalten auslösen.
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5.1 WeiÃe Ratten wurden in Versuchslabyrinthen an zwei gleich beduftete Luftströme, an zwei gleiche optische Muster oder an zwei gleiche taktile Muster gewöhnt. Nach einer solchen Gewöhnung wurden beide Reizgeber ausgewechselt, einer gegen einen gleichen gewohnten Reizgeber, der andere gegen einen neuen, aber jeweils innerhalb der gleichen Modalität. Beobachtet und gemessen wurde die durch Erstzuwendung und Zuwendungszeiten zum Ausdruck kommende relative Bewertung des neuen Duftes, optischen Musters oder taktilen Musters gegenüber dem jeweils bekannten Reizmuster. In allen drei Fällen wurde eine deutliche Bevorzugung des jeweils neuen Reizes beobachtet. Das Ausmaà dieser Bevorzugung wurde als Maà für die Stärke der Erkundungstendenz betrachtet. 5.2 Weiterhin wurde geprüft, welchen Einfluà wechselreiche, bzw. ,,reizreiche" Vorbehandlungen auf die Stärke der Erkundungstendenzen gegenüber den verschiedenen neuen Reizen hatten. Solche reizreichen Vorbehandlungen wurden entweder langfristig in einer sich täglich ändernden Wohnkasten-Umwelt oder kurzfristig unmittelbar vor der Prüfung der Stärke der Erkundungstendenz im Versuchslabyrinth durchgeführt. Langfristig reizreich vorbehandelte Vt waren im Versuchslabyrinth in den ersten Minuten lokomotorisch aktiver, später weniger aktiv als monoton vorbehandelte Vt. Kurzfristig reizreich vorbehandelte Vt unterschieden sich bezüglich lokomotorischer Aktivität nie von monoton vorbehandelten. Die Ergebnisse der Prüfungen der Stärke der Erkundungstendenz lassen sich wie folgt zusammenfassen: Von den gebotenen reizreichen Vorbehandlungen sind diejenigen, in denen eine Anzahl von Düften enthalten ist, besonders geeignet, die Erkundungstendenz zu schwächen. Besonders gut beeinfluÃbar durch eine solche Vorbehandlung ist die Erkundungstendenz gegenüber einem neuen Duft. Schwächend auf die Erkundungstendenz wirken nicht die gebotenen Düfte selbst, sondern die Duftwechsel. Für diese Schwächung der Erkundungstendenz ist nicht eine Empfindlichkeitsveränderung des Geruchs-Sinnesorgans verantwortlich. 5.3 AbschlieÃend werden Fragen der Reizspezifität der Veränderungen innerhalb der zentralnervösen Mechanismen diskutiert. die das Erkundungsverhalten auslösen.
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