Táxis tou chrónou: Zu Eugen Finks Anaximanderauslegung
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Finks Auseinandersetzung mit der Philosophie der sogenannten Vorsokratiker beansprucht nicht, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung zu liefern, sondern versucht, sich auf das lebendige denkende Gespräch mit der anfänglichen Philosophie einzulassen. In einem solchen Gespräch könnte sich zeigen, dass das Denken der ersten Philosophen im Wesentlichen immer gegenwärtig ist, und dass in ihm die Potenzen liegen, die unser heutiges Denken erneuern und wieder lebendig machen könnten. In diesem Rahmen betrachtet Fink den Spruch des Anaximander über das ápeiron als das Eingangstor und den weit vorausweisenden Gipfel der gesamten griechischen Philosophie. Er weist nach, dass die aristotelische Erklärung des ápeiron, die es mit dem stofflichen Grund gleichsetzt, nicht treffend ist. Das ápeiron sei in Wahrheit der anfängliche Name für das Sein, allerdings dynamisch verstanden im Sinne des Werdens und Geschehens. Um die ganz eigenartige Bewegtheit derart verstandenen Seins nachzuweisen, distanziert sich Fink kritisch von den Bestimmungen der Bewegung, des Raumes und der Zeit, wie sie vor allem bei Aristoteles und Zenon ausgearbeitet worden sind. Als Ergebnis dieser Kritik gewinnt er Einsicht in das jedem Quantum und Maà unerreichbare Wesen der auf der Spur des Anaximander gedachten Bewegung des Entstehens und gleichzeitigen Vergehens, die nicht mehr als Raum- und Zeit-Durchmessung, sondern ursprünglicher als Raum- und Zeitbildung zu denken ist.