Die Mercator-Forschung gehört zu den Wissenschaftsunternehmungen, die bevorzugt im Rhythmus der Jubiläen vorangetrieben werden. Dieser Dynamik folgt auch der vorliegende Band, dessen Anfänge in das Jahr 2012, das Jahr des 500sten Geburtstags Gerhard Mercators, zurückreichen. Damals trug ich mich erstmals mit dem Gedanken an eine kritische Edition des bislang nur handschriftlich vorliegenden Römerbriefkommentars. Sie sollte zusammen mit einer deutschen Ãbersetzung das Spätwerk des Kartographen einem über das Fachpublikum hinausgehenden Kreis von Leserinnen und Lesern erschlieÃen. Konkrete Gestalt angenommen hat der Plan in den Jahren 2018â2022 durch die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der ich für die Bereitstellung der nötigen Personal- und Sachmittel vorrangig zu Dank verpflichtet bin. Namentlich gilt mein Dank Dr. Daniel Bohnert für die überaus ersprieÃliche, geradezu freundschaftliche Zusammenarbeit in diesen Jahren. Er transkribierte mit äuÃerster Sorgfalt das Manuskript und erstellte den textkritischen Apparat sowie die Erstübersetzung. Dr. Susanne Pinkernell-Kreidt vom altphilologischen Seminar der Universität Münster lieà sich nicht nur auf die theologische Materie eines Römerbriefkommentars, sondern auch auf das antikem Stilempfinden nicht immer entgegenkommende neuzeitliche Latein Mercators ein und half mit ihrer Expertise, manch âºdunkleâ¹ Textstelle aufzuhellen. Prof. em. Dr. Ulrich Bubenheimer prüfte aus seiner profunden Kenntnis der Handschriften des 16. Jahrhunderts heraus die Authentizität des Manuskripts. Prof. Dr. Andrew C. Gow und Dr. Falk Eisermann befürworteten mit wohlwollenden Gutachten frühzeitig die Aufnahme des Bandes in die Reihe der SMRT-TS. Prof. Dr. Ute Schneider und Dr. Nils Bennemann vom Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen, die beiden Herausgebenden der zweisprachigen Mercator-Briefedition, spielten im kollegialen Austausch weiterführende Perspektiven ein. Eddy Maes, Verwalter der kartographischen Sammlung des Koninklijke Oudheidkundige Kring van het Land van Waas in Sint-Niklaas, gewährte groÃzügig Zugang zum Nachlass Dr. Jan-Hubert van Raemdoncks, des Nestors der Mercator-Forschung. Pfr. Wolfgang Huber, der editionserfahrene Marburger Kollege und Freund, unterzog die Einleitung einer eingehenden wie kritischen Gegenlektüre. Ferner waren Essener Mitarbeitende an der Literaturorganisation, Textkorrektur und Drucklegung maÃgeblich beteiligt: Nina Günther, Julia Kolbe, Rita Lehmann, Dana Weise, Caroline Ziemek, Dirk Bremann, Joshua Helbig, Danilo Killisch und Simon Perenz. Allen Genannten sowie den Mitarbeitenden der Universitätsbibliothek Leiden und der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen sei herzlichst gedankt. SchlieÃlich gebührt Ivo Romein und Yael Isaaks vom Verlag Brill für die geduldige, konstruktive Projektbegleitung und Sanne Hadfy-Kovács von TAT Zetwerk für die professionelle Gestaltung des Bandes mein besonderer Dank.
Essen, im August 2025
Marcel Nieden