Save

Teaching Copernicus a Lesson

Jacob Balde and the Fixed Sun

in Daphnis
Autor:in:
Irina Tautschnig Abteilung für Griechische und Lateinische Philologie, Universität Bonn Bonn Deutschland

Search for other papers by Irina Tautschnig in
Current site
Google Scholar
PubMed
Close
https://orcid.org/0000-0002-9774-2937
Zitierung herunterladen Berechtigungen erhalten

Optionen für den Zugriff

Nutzen Sie bitte eine der untenstehenden Zugriffsmöglichkeiten, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Institutszugang

Melden Sie sich mit Open Athens, Shibboleth oder Ihren institutionellen Anmeldedaten an.

Über Institut einloggen

Kauf

Sofortzugang erwerben (PDF-Download und unbegrenzter Online-Zugang):

36,93 €

Weitere Zugriffsmöglichkeiten

Auf DeepDyve mieten
Token einlösen

Abstract

In the wake of the anti-Copernican decrees of the Catholic church, the Jesuit poet Jacob Balde (1604–1668) attacked Copernicus and his system in Latin verse several times, tapping the poetic potential of a moving earth and a fixed sun. The present article focusses on Balde’s earliest and most elaborate invective against Copernicus in his Poema de vanitate mundi (“Poem on the Vanity of the World”, Munich 1638). In one of the hundred episodes of the poem (no. 56), the poet and his companion Scazon visit the graves of Archimedes and Copernicus and mock them for wanting to set the earth in motion. The biting polemic culminates in a joke that imagines Copernicus in a Jesuit classroom. The article explains how Balde uses the weapons of a Latin teacher to reduce Copernicus to a bad Latin student and his fixed sun to a simple grammar mistake.

Abstract

Nachdem die katholische Kirche das kopernikanische Weltbild der Zensur unterworfen hatte, griff der Jesuit Jacob Balde (1604–1668) Kopernikus in seiner lateinischen Dichtung wiederholt an. In seinen Attacken schöpfte er die literarischen Möglichkeiten aus, die ihm das Stillstehen der Sonne und das Kreisen der Erde boten. Der vorliegende Aufsatz stellt Baldes früheste und detaillierteste Invektive gegen Kopernikus aus seinem Poema de vanitate mundi (“Gedicht über die Eitelkeit der Welt”, München 1638) in den Mittelpunkt. In einer der hundert Episoden des Gedichts (Nr. 56) besuchen der Dichter und sein treuer Begleiter Scazon die Gräber des Archimedes und Kopernikus und machen sich darüber lustig, dass die zwei Toten die Erde in Bewegung setzen wollten. Der beißende Spott kulminiert in einem Witz, der Kopernikus in ein jesuitisches Klassenzimmer versetzt. Der Aufsatz erklärt, wie Balde die Waffen eines Lateinlehrers einsetzt, um Kopernikus als schlechten Lateinschüler und seine unbewegte Sonne als simplen Grammatikfehler darzustellen.

Kennzahlen

Insgesamt Letzte 365 Tage In den letzten 30 Tagen
Aufrufe von Kurzbeschreibungen 810 255 10
Gesamttextansichten 25 8 0
PDF-Downloads 58 24 0