1926: In Mainz-Weisenau wird unter reger Beteiligung der Bevölkerung ein »Gefallenendenkmal« eingeweiht. Der Bürgermeister hält eine Ansprache, eine »Kriegswaise« spricht den Weiheprolog. Die Weiherede übernimmt der örtliche Vorsitzende des »Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen«. Vor verschiedenen Regierungsvertretern treten ein evangelischer und ein katholischer Geistlicher auf. Alle Redner beklagen »in vornehm taktvoller Weise« die Schrecken des Krieges und bitten um Frieden in der Welt. Nur der katholische Pfarrer hält »eine Brandrede«. Er sieht sich als »Dolmetsch der Gefallenen« und möchte deren »letzte Wünsche« vermitteln. Dabei spricht er unverhohlen vom »Verlangen nach der Konfessionsschule«.1
1965: Ausnahmezustand im pfälzischen Lemberg! Im StraÃendorf herrschen »Unsicherheit und Nervosität«. Die Menschen sind aufgebracht. »Ehrwürdige Fundamente« scheinen in Gefahr. »Fensterscheiben klirren, Schultüren fallen ins Schloss.« »Es gibt Schulstreiks«. Alles ist durcheinander, der Unmut groÃ. »Eine Abordnung der Schulstreikenden« hat den Kultusminister »in seiner Privatwohnung belagert und ihm ziemlich zugesetzt«. »Die Eltern zweier zur Gemeinde gehörender Ortschaften weigern sich, ihre Kinder aus der einklassigen Schule in die bereits vor einigen Jahren neu erbaute, voll gegliederte Schule nach Lemberg zu schicken.« Sie wollen ihre kleine Konfessionsschule behalten. Ein Dorf, ein Glaube, eine Schule! Doch aller Einsatz ist vergeblich!2 Die Dorfschulen werden aufgelöst, die Kinder müssen in die Schule nach Lemberg.
»Eine Lebensmacht im Zerfall?«3 â am Beginn steht ein ebenso einfacher wie spannender Befund, dessen soziale, kulturelle und politische Implikationen bisher erst ansatzweise untersucht worden sind: Auf der einen Seite gehen die Menschen seit den 1960er-Jahren zusehends seltener in die Kirche, die Zahl der Getauften nimmt kontinuierlich ab, immer weniger Menschen wollen Pfarrer werden oder sich einer geistlichen Gemeinschaft anschlieÃen. Die Entwicklung betrifft sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche, wobei letztere ein deutlich höheres Ausgangsniveau und eine steilere Verlustkurve vorzuweisen hat. So besuchten 1963 noch 15 Prozent der evangelischen und 55 Prozent der katholischen Christinnen und Christen regelmäÃig den Gottesdienst. 1991 waren die Zahlen auf acht beziehungsweise 33 Prozent gefallen. Besonders stark nahmen sich die Verluste bei den Jüngeren aus: 1963 traten 11 Prozent der Evangelischen und 52 Prozent der Katholikinnen und Katholiken zwischen 16 und 29 Jahren den sonntäglichen Kirchgang an, 1991 lediglich noch vier beziehungsweise 17 Prozent.4 Die Zerfallserscheinungen scheinen offenkundig. Auf der anderen Seite glaubten 1990 nicht weniger Menschen an Transzendenz beziehungsweise ein Leben nach dem Tod als 19605 und es lässt sich bis zur deutschen Wiedervereinigung auch eine frappierende Konstanz bei den Mitgliederzahlen der katholischen Kirche feststellen. Während zwischen 1950 und 1990 der Anteil evangelischer Christinnen und Christen an der bundesrepublikanischen Bevölkerung von 51,5 auf 39,5 Prozent sank, blieb das Quantum der Katholikinnen und Katholiken nahezu gleich (44,3 zu 43,0 Prozent)6. Der Entkirchlichungsprozess erscheint folglich unbestreitbar und zugleich löste sich der Katholizismus nicht einfach in ihm auf. Während traditionelle Strukturen aufbrachen und sich das gesellschaftliche Miteinander ebenso bunter gestaltete wie der Umgang mit Religion, während Deutschland zur Migrationsgesellschaft wurde, neue soziale Bewegungen alte Wege zuschütteten7, der Islam immer wichtiger wurde8, die Menschen »alternative« Religion(en) und fernöstliche Mystik entdeckten9 oder gleich zu Bhagwan-Jüngerinnen und -Jüngern10 wurden, transformierte sich auch der Katholizismus. Er gründete weniger auf überkommenen Institutionen und Riten, war nicht mehr gebunden an ein spezielles katholisches Milieu beziehungsweise katholische »Regionalmilieus«11 mit ihren eigenen Organisationsformen, Werthaltungen und Lebensstilen, aber er war da. Er war Teil der Gesellschaft und prägte die Sozialgestalt der Bundesrepublik in mutmaÃlich diversen Formen auf mannigfaltige Weise. Ob das Deutungsmuster der Säkularisierung diesen Prozess fasst, muss kritisch gesehen werden â selbst, wenn es mehrdimensional mit Entkirchlichung der Gläubigen, kirchlichem Machtverlust und religiöser Individualisierung assoziiert wird12. Denn die âºagencyâ¹ der Katholikinnen und Katholiken in ihrer Vielgestaltigkeit vermag dieser Begriff vermutlich ebenso wenig freizulegen wie die Schlagwörter seiner radikalen Verneinung von der »Wiederkehr der Götter«13 bis zur »desecularization«14. Hier hat die DFG-Forschungsgruppe »Katholischsein in der Bundesrepublik Deutschland«15 versucht anzusetzen. Sie untersucht den Wandel des Katholizismus seit den 1960er-Jahren unter den Vorzeichen einer »Vorgeschichte der Gegenwart«16. Dazu betrachtet sie (katholische) Religion nicht mehr primär in Bezug zur verfassten Kirche, sondern zur sich wandelnden Verfasstheit der Gesellschaft. Sie schaut hinter die gängigen GroÃdeutungen und fragt: Inwiefern verändert die »zweite« oder nachklassische Moderne, die als »radikal«, »multipel« oder »reflexiv« attribuiert worden ist17, den Katholizismus? Welchen Beitrag leistet (katholische) Religion zu dieser postmodernen Gesellschaft in der Bundesrepublik? Wie und von wem wird âºKatholischseinâ¹ seit den 1960er-Jahren mit welchen Absichten, auf welche Weise und welchen Folgen gelebt? Welche Bedeutung für die »Mitgestaltung des gesamtgesellschaftlichen Wandels«18 haben in diesem Zusammenhang Inhalt und Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962â1965)? Wie funktioniert letzthin âºKatholischseinâ¹ seit den 1960er-Jahren jenseits aller überkommenen Zuschreibungen vom »Sog der Säkularisierung«19, vom Ende des »zweiten konfessionellen Zeitalters«20, von der »Kirche im Gegenwind«21 oder vom »verlorenen Himmel«22?
Eine Beschäftigung mit den schulpolitischen Veränderungen in Rheinland-Pfalz in den »langen 1960er-Jahren«, hier verstanden als Zeitraum zwischen dem Ende der Nachkriegszeit (um 1960) und dem Niedergang des »goldene[n] Zeitalter[s] der kapitalistischen Entwicklung«23 (um 1973), erscheint in diesem Kontext aus mindestens drei Gründen besonders interessant.
1. Der Untersuchungszeitraum: Mit einiger Wahrscheinlichkeit hat der »Abschied vom katholischen Milieu«24 bereits »unter der Oberfläche einer vermeintlich gelungenen Rechristianiserung« im ersten Nachkriegsjahrzehnt begonnen25. Mindestens schon in den 1950er-Jahren, als religiöses Leben »in der Masse gleichbedeutend mit expliziter Kirchlichkeit« war26, zeigten sich Erosionstendenzen, was statistisch der Rückgang der Osterkommunion, des sonntäglichen Kirchenbesuchs27 oder Nachwuchssorgen in der Jugendarbeit28 signalisierten, aber auch in der Ãkonomisierung katholischen Verbands- und Vereinswesens29, im Wandel von Familienbildern30 und vielen Klagen von Kirchenverantwortlichen über die »Laisierung der Herzen«31 manifest wurde. Immerhin gaben bereits bei einer repräsentativen Umfrage im Jahr 1960 auf die Frage »Was ist für Sie persönlich eigentlich das Wichtigste im Leben?« lediglich 16 Prozent der Katholikinnen und Katholiken die Antwort »Religion und christliche Lebensführung«.32 Die 1950er-Jahre können daher als eminente Inkubations- oder Sattelzeit für die Auflösung des katholischen Milieus begriffen werden. Forciert durch das âºAggiornamentoâ¹ des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde der Wandel katholischer Lebenswelten in den langen 1960er-Jahren allerdings nicht nur erstmals unzweifelhaft sichtbar, die Entwicklung verlief auch besonders rasant. Nachdem zum Beispiel die Taufquote in den ersten 15 Jahren der Bundesrepublik stabil geblieben war, brach sie innerhalb von zehn Jahren â von 1965 bis 1975 â um mehr als 15 Prozentpunkte ein. Die Zahl derjenigen, die regelmäÃig einen Gottesdienst besuchten, sank zwischen 1963 und 1973 um 36 Prozent, während sie von 1973 bis 1990 lediglich um sechs Prozent abnahm. Auch die Kirchenaustrittszahlen schnellten zwischen 1966 und 1974 in Höhen, die bis zur Wiedervereinigung nicht mehr erreicht wurden.33 Die bundesdeutsche Entwicklung erscheint dabei repräsentativ für internationale Vorgänge. Denn die 1960er-Jahre gelten allgemein als »religionsgeschichtlicher turning point, der Europa [â¦] auf eine Art Pfadabhängigkeit in Sachen Säkularisierung festgelegt habe«.34 Der religiöse Wandel korrelierte in »dynamischen Zeiten«35 mit massiven demografischen, ökonomischen und soziokulturellen Veränderungen und wird für gewöhnlich mit einem Wertewandelschub in Verbindung gebracht, der kollektivistische Gehorsams- und Akzeptanzwerte erstmals ins Hintertreffen gegenüber individualistischen Werten wie Selbstständigkeit, Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung brachte.36 »68«, aus katholischer Sicht eng verbunden mit dem »Essener Katholikentag« »Mitten in dieser Welt«37 und massiven Protesten, insbesondere jüngerer Katholikinnen und Katholiken, gegen die »Pillenenzyklika« Humanae Vitae Pauls VI.38, bildete mutmaÃlich eine »Hochwassermarke«39 des sich beschleunigenden Wandels. Unter sorgfältiger Berücksichtigung von (Dis-)Kontinuitäten erscheinen die 1960er-Jahre daher zum Verständnis des katholischen Wegs in die Postmoderne fundamental: Wie und warum nahmen die Wandlungsprozesse an Fahrt auf? An welchen Stellen zeigten sie sich in welcher Weise? Wie wurden sie politisch gestaltet? Mit welchen Friktionen und Verwerfungen gingen sie einher? Wie haben die Menschen sie er- und gelebt? Die Beantwortung solcher Fragen erscheint umso interessanter, als die Forschung einige Anstrengungen unternommen hat, die Bedeutung der 1960er-Jahre als »Scharnierjahrzehnt«40, als »Phase der Gärung«41, als Zeit »sozialer und institutioneller Veränderungen von gröÃter Dynamik«42, als eine »wechselvolle Phase des Ãbergangs, ja der Zeitenwende«43 zu relativieren. Dabei ging es zuletzt weniger darum, die Modernität der 1950er-Jahre und eine evolutionäre Entwicklung herauszuarbeiten44, sondern die mit solchen Interpretamenten eng verbundene âºsuccess-storyâ¹ der Bundesrepublik auf den Prüfstand zu stellen: Es wurde etwa gefragt, ob es überhaupt einen Wertewandel gab45, wie repressiv die Bundesrepublik war, welche Strukturen Antisemitismus, Rassismus und entsprechendes Gewalthandeln begünstigten46, inwiefern dementsprechend der »lange Schatten« des Nationalsozialismus Wirksamkeit entfaltete47 und welche Rolle Scham und Angstkrisen spielten48. Jenseits der Erforschung sexuellen Missbrauchs49 wurden Konsequenzen für die Erforschung katholischer Lebenswelten bisher nicht diskutiert. Dabei verbindet die zeithistorische Forschung für gewöhnlich die Geschichte der Bundesrepublik als »einer erfolgreichen Demokratie im Herzen Europas [â¦] untrennbar mit dem Weg der deutschen Katholiken« seit 1945.50
2. Der Untersuchungsgegenstand: Spätestens mit Durchsetzung der Schulpflicht bildet Schule einen elementaren Bestandteil menschlicher Lebenswelt. Alle müssen sie besuchen und jeder Mensch verbringt dort zumindest einen beträchtlichen Teil seiner Kindheit und Jugend. Schule beeinflusst Persönlichkeitsbildung und stellt die Weichen fürs Leben. Sie ist prägender Alltag für Kinder, Eltern und Lehrkräfte und zugleich fundamental für das Funktionieren einer Gemeinschaft, ihre politische Bedeutung daher enorm. Sie ist eminenter Adressat obrigkeitlichen Handelns und fortwährender (Streit-)Gegenstand gesellschaftlicher Diskurse. Denn zumindest seit Ende der Vormoderne verpflichtet das Credo: »Wer die Schule hat, der hat die Zukunft.«51 Konflikte um die »beste« Schule durchziehen daher ihre Geschichte â von der »vaterländischen Erziehung« im Kaiserreich52 bis zu den Debatten über die Gesamtschule in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts53. Für den Katholizismus besaà die Schulfrage traditionell essenzielle Bedeutung â zum einen, weil allgemein kaum Zweifel bestand, dass »schools change religious attitudes«54 und dort »der diesseitige Lebensweg im Zeichen des christlichen Kreuzes als Vorstufe zum jenseitigen Leben im Ewigen eingeübt werden« musste55. Zum anderen bildete die konfessionsgebundene staatliche beziehungsweise öffentliche Schule mit prinzipiell katholischer Schülerschaft und prinzipiell katholischen Lehrkräften »als erweiterter Kirchenraum«56 einen Tragpfeiler eben jenes katholischen Milieus, das sich im Laufe des 19. Jahrhunderts als defensive Subkultur gegen die »Zumutungen« der Moderne formiert hatte. Zusammen mit der Zentrumspartei und den katholischen Verbänden gehörte sie zu den »eindrucksvollen AuÃenwerken« der katholischen Kirche.57 Während für Liberale sowie Sozialistinnen und Sozialisten die notwendige Trennung von Staat und Kirche in der Schule begann, war die Sicherung der staatlichen Konfessionsschulen58 demgemäà für Kirchenverantwortliche stets »Herzstück der Schulpolitik«59. Im »Kulturkampf« hatte der Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler vehement für sie und gegen Gemeinschaftsschulen gestritten, also interkonfessionelle Schulen, in denen getrennter Religionsunterricht erteilt wird60, da letztere »ein groÃes Unrecht gegen Gott« darstellen würden61. In der Weimarer Republik war die Zentrumspartei apodiktisch für die Konfessionsschule eingetreten62, in der frühen Bundesrepublik verteidigten der Episkopat und weite Teile der CDU/CSU ihr Dasein. Die Kämpfe hatten nicht durchweg einen erfolgreichen Verlauf genommen, aber am Beginn der 1960er-Jahre dominierte in Westdeutschland die Bekenntnisschule. Die Volksschule, die knapp 90 Prozent der Kinder besuchten, war in weiten Teilen des Landes ebenso konfessionsgebunden wie konsequenterweise auch die Ausbildung der Lehrkräfte für Volksschulen. Es folgte eine Dekade, in der Politikerinnen und Politiker »Ausbildungs- und Schulprobleme[n]« die gleiche Bedeutung beimaÃen, »wie sie noch vor wenigen Jahrzehnten der sozialen Frage« zugekommen war.63 Mit einer nie gekannten Intensität und Leidenschaft wurde über Bildung, über Bildungsnotstände, über Bildungspolitik und Bildungsplanung gesprochen. Nie gab es ein solches Interesse an Schule und Ausbildung, nie eine derartige Ballung von schulpolitischen ReformmaÃnahen. In ihrem Zuge verschwand in fast allen Bundesländern bis 1970 die staatliche Konfessionsschule, das »Bollwerk«64 des katholischen Milieus und prägende Lebenswirklichkeit von Millionen von Menschen. Die »durch Jahrhunderte festgefügte Struktur von Gemeinde und Schule [war] nahezu vollständig zerbrochen«.65 In der Literatur firmiert dies als »ein besonders prägnantes Beispiel dafür, wie die damals neu konzipierten Anforderungen der modernen Industriegesellschaft die bisher gültigen Plausibilitäten [â¦] in kürzester Zeit ersetzten«.66
So bedeutend indes der Forschung die Abschaffung der öffentlichen Konfessionsschulen erscheint, so wenig hat sie sich bisher mit ihr beschäftigt. Auffälligerweise lassen die einschlägigen Studien zu den Bildungsreformen der 1960er-Jahre, selbst wenn sie ausdrücklich die CDU in den Blickpunkt rücken, kirchliche Belange weitgehend auÃen vor67, während umgekehrt Arbeiten, welche die Interessen der katholischen Kirche in der politischen Sphäre untersuchen, die 1960er-Jahre nicht eigens behandeln68, stattdessen oft die frühen Jahre des westdeutschen Staates fokussieren69 oder das konfliktreiche Feld der Schulen nicht näher beachten70. Arbeiten zur Geschichte der katholischen Schule behandeln die bundesrepublikanischen Bildungsreformen zwangsläufig lediglich kursorisch.71 Die wenigen fundierten Studien zu Schulreform und Kirchen in den 1960er-Jahren bleiben weitgehend auf der Ebene der Verantwortlichen in Kirchenleitung und Politik und zeigen damit vor allem, welche Potentiale bisher ungenutzt geblieben sind.72 Die systematische Beschäftigung mit der Auflösung des staatlichen Bekenntnisschulwesens kann daher weitreichende Einsichten vermitteln: in den forciert einsetzenden Wandel katholischer Lebenswelten, seine Erscheinungsformen, Widerstände und Folgen, in den Alltag einer der gröÃten Bildungsreformen der deutschen Geschichte wie auch allgemein in die Veränderungsdynamiken der vermeintlich in den 1960er-Jahren neu formatierten, ja â wie manche pointiert meinen â neugegründeten bundesrepublikanischen Gesellschaft73.
3. Der Untersuchungsraum: Im föderalen System der Bundesrepublik muss Schulpolitik in erster Linie auf Ebene der Bundesländer betrachtet werden. Rheinland-Pfalz bietet sich schon deshalb als Untersuchungsraum an, weil Wandel in vermeintlich rückständigen Regionen besonders anschaulich nachvollzogen werden kann. Immerhin bildete das viel bespöttelte »Land der Reben und Rüben« am Beginn der 1960er-Jahre das wirtschaftliche »Schlusslicht unter den deutschen Ländern«.74 Zugleich ist seine Heterogenität in Rechnung zu stellen. Auf der einen Seite konnte es zum Beispiel ob der BASF in Ludwigshafen als bedeutender Industriestandort gelten75, auf der anderen Seite korrespondierte seiner relativ starken ländlichen Prägung eine hohe Anzahl kleiner Schulen. Eingangs der 1960er-Jahre bestanden rund 80 Prozent der Landschulen lediglich aus ein oder zwei Klassen.76 Das Land war gemischtkonfessionell und zugleich katholische Hochburg. 1950 war der Anteil der Konfessionen lediglich in Nordrhein-Westfalen (41,1 Prozent Evangelische, 54,8 Prozent Katholikinnen und Katholiken) und Baden-Württemberg (50,5 Prozent Evangelische, 47,1 Prozent Katholikinnen und Katholiken) gleichmäÃiger verteilt. Zugleich besaà Rheinland-Pfalz im Jahre 1950 mit 57,7 Prozent nach dem Saarland (73,4 Prozent) und Bayern (71,9 Prozent) den höchsten Anteil an Katholikinnen und Katholiken der deutschen Bundesländer77 und in keine bundesdeutsche Verfassung hatte katholisches Naturrechtsdenken so stark Einzug gehalten wie in die rheinland-pfälzische78. Die Verschiedenartigkeit des von den Alliierten geschaffenen »Retortenlandes« bedingte die Zuständigkeit von drei evangelischen Landeskirchen (Evangelische Kirche im Rheinland: EKiR; Evangelische Kirche der Pfalz/Protestantische Landeskirche: EKP; Evangelische Kirche in Hessen und Nassau: EKHN) und fünf (Erz-)Bistümern (Köln, Limburg, Mainz, Speyer und Trier)79 sowie höchst unterschiedliche Schultraditionen: In weiten Teilen des neuen Landes, mithin dem Gebiet der vormaligen preuÃischen Rheinprovinz, hatten vor der NS-Zeit ausschlieÃlich staatliche Konfessionsschulen bestanden, im Einzugsbereich des Bistums Limburg und in Rheinhessen war die Gemeinschaftsschule obligatorisch gewesen, in der eher evangelisch geprägten Pfalz hatte es beide Schulformen, freilich ein deutliches Ãbergewicht der Konfessionsschule gegeben. Umso interessanter erscheint der Blick auf Rheinland-Pfalz, als die Forschung das ihm eigentümliche Verhältnis von Kirchen und Staat für die Zeit nach 1960 bisher prinzipiell ebenso oberflächlich behandelt hat wie seine Schulpolitik. Während zum Beispiel die Entstehung der Verfassung samt ihrer hochumstrittenen Schulartikel80 und die daraus resultierenden Schulkämpfe der 1940er und 1950er-Jahre81 fundiert betrachtet worden sind, harren die schulpolitischen Auseinandersetzungen der langen 1960er-Jahre ebenso »noch einer detaillierten Aufarbeitung«82 wie die rheinland-pfälzische Kultuspolitik nach 1960 insgesamt83. Die wenigen regionalgeschichtlichen Arbeiten zur Schule, welche die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts erreichen, verharren weitgehend auf der Organisationsebene.84 Darüber, wie die Veränderungen vor Ort erlebt und gestaltet worden sind, wissen wir kaum etwas.85
Hier setzt dieses Buch an und untersucht den Wandel katholischer Lebenswelten im Spiegel der schrittweisen Abschaffung der staatlichen Bekenntnis- zugunsten der christlichen Gemeinschaftsschulen in Rheinland-Pfalz86. Es interessiert, wie diese politisch bewerkstelligt wurde, wie die Kirchenführungen sich positionierten, was die Katholikinnen und Katholiken vor Ort gedacht, gemacht und gefühlt haben. Im Fokus steht die grundsätzlich alle betreffende Elementarbildung im Bereich der Volksschule (seit 1967 getrennt in Grund- und Hauptschule). Da die Schulform untrennbar mit der Art der Lehrkräfteausbildung verbunden ist, wird diese â in Rheinland-Pfalz mussten angehende Volkschullehrkräfte nach 1945 zunächst konfessionell getrennte Pädagogische Akademien (PA), seit 1960 Pädagogische Hochschulen (PH) besuchen â immer mit zu bedenken sein. Als Zeitmarker dienen zwei einschneidende Verfassungsänderungen: 1963/64 untersagte der rheinland-pfälzische Landtag grundsätzlich den Betrieb einklassiger Schulen, 1970 erhob er die interkonfessionelle Schule zur alleinigen Form im öffentlichen Schulwesen, was der Heilige Stuhl 1973 durch ein Konkordat mit dem Land Rheinland-Pfalz kodifizierte. Letzthin soll in diesem Buch geklärt werden: Was machen wir mit dem pfälzischen Lemberg? Wie ist der eingangs paraphrasierte Zeitungsartikel aus dem Jahr 1965 einzuordnen? Wie typisch, wie untypisch ist das, was hier beschrieben wird? Wird tatsächlich eine Kontinuitätslinie sichtbar? Lässt die einziehende (Post-)Moderne Katholikinnen und Katholiken wieder einmal mit gröÃtmöglichem Einsatz um ihre Traditionen kämpfen? Die neue Welt beginnt mit hochemotionaler Zumutung »gegen den Widerstand des Bischofs und eines groÃen Teils der Elternschaft«87? Oder verzerrt vielleicht die Perspektive der Autorin? Dürfen wir der linksliberalen Bildungsreformerin Hildegard Hamm-Brücher Glauben schenken? Scheidet vielleicht der lange ȊuÃerst lebendige Gegensatz der christlichen Konfessionen [â¦] mit den Entwicklungen in den 1960er-Jahren recht unspektakulär aus der Geschichte des modernen Schulsystems in Deutschland aus«88? Wer »kämpft« eigentlich warum auf welche Weise (nicht)? Was kommt nach dem (Nicht-)Kämpfen? Welcher Begriff passt für all das: Sollen wir von »Umbruch« oder von »Transformation«89 sprechen?
Das Interesse dieses Buches gilt den diversifizierten Formen von âºKatholischseinâ¹, die aus der Ablösung traditioneller Milieustrukturen hervorgehen. âºKatholischeinâ¹ umschlieÃt also die Lebensweisen, die für gewöhnlich mit den Begriffen »Katholizismus« und »(katholischem) Milieu« verbunden werden, geht aber weit darüber hinaus. Es referiert auf Konstanten und Alteritäten, auf Innovationen und Hybriditäten. âºKatholischeinâ¹ soll durchaus essentialistisch verstanden werden und eine Zugehörigkeit zur katholischen Kirche voraussetzen. Aus der Kirche Ausgetretene werden prinzipiell nicht dazugerechnet. Darüber hinaus ist der Begriff aber vor allem prozessual und als Plural zu deuten. Im Blickpunkt stehen all das Bunte, Vielgestaltige, teilweise Verbundene, teilweise Unverbundene, das aus jahrzehntealten Traditionen hervorgeht und auf welche Weisen, mit welchen Auswirkungen und zu welchem Preis dieser Prozess beschleunigten Wandels in den 1960er-Jahren Wirksamkeit entfaltet. Es geht um âºdoing catholicismsâ¹, das auf drei interdependenten Analyseebenen ausgeleuchtet werden soll: »Sein« meint reden, handeln und erleben (fühlen). âºKatholischeinâ¹ kann nicht untersucht werden ohne auf die kommunikativen Netzwerke zu achten, in denen sich Katholikinnen und Katholiken bewegen. Daher müssen einschlägigen Sinnstiftungsbemühungen, ihrer Begründung und Widerrede, dem zu einem bestimmten Zeitpunkt Sag- und Unsagbaren und nicht zuletzt dem Bedeutungswandel von Wörtern besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zudem ist zu bedenken, dass religiöse Orientierung nicht nur kognitiv, sondern auch durch konkretes Handeln gewonnen wird. Unerlässlich ist also der Blick auf soziale Praktiken und daraus resultierende Praxisformen, auf Handlungsdynamiken, Rituale, Verhaltensmuster und -regeln. SchlieÃlich muss die Veränderung von Gefühlswelten in Augenschein genommen werden, denn Gruppenkohärenz basiert wesentlich auf der Ausprägung »emotionaler Gemeinschaften«.90 Im Bewusstsein, dass Emotionen nicht »das Andere« der Vernunft darstellen, zu beträchtlichen Teilen, freilich keineswegs vollständig kulturell konstruiert sind und menschliches Agieren auf Basis lebenslanger Lernprozesse natürlicherweise lenken, wird auf âºemotivesâ¹ (William Reddy), also (non-)verbale ÃuÃerungen von Gefühlszuständen, und in diesem Zusammenhang auf Anreden und Abschiedsformeln, Signalwörter, Worthäufungen und den Gebrauch von Verben und Adjektiven zu achten sein91. Spezielle Aufmerksamkeit ist der Dominanz bestimmter âºemotivesâ¹ und der entsprechenden Verinnerlichung normativer Emotionen in Praktiken und Ritualen zu widmen. Denn so können der Zerfall sowie die Re- und Neukonstituierung spezifischer âºemotional regimesâ¹ (William Reddy) nachvollzogen werden. Selbstverständlich sind die Ebenen in der »Lebenswelt des Alltags«92 kaum zu trennen. Wer spricht, der handelt; wer handelt, der fühlt (erlebt). Die heuristische Trennung soll jedoch gerade dafür sensibilisieren. Der Wandel katholischer Lebenswelten kann nur verstanden werden, wenn zum Ersten ein Verständnis für das Gewesensein von Katholizität, also ein Bewusstsein für Pfadabhängigkeiten, für Kontinuitäten und Diskontinuitäten besteht, zum Zweiten, wenn Feldbedingungen (Pierre Bourdieu), also ökonomische, soziale, kulturelle, politische und kirchliche Kontexte, sorgfältig beachtet werden, und wenn zum dritten die âºagencyâ¹ von Katholikinnen und Katholiken in ihrer Vielschichtigkeit ernst genommen wird.
Das Erkenntnisinteresse bedingt überdies die Verwendung eines erweiterten Politikbegriffs, der zum einen die verschiedenen Dimensionen von »Politik« ausleuchtet93, d. h. âºpolicyâ¹, folglich Zielvorstellungen, Programme und Ergebnisse der rheinland-pfälzischen Schulpolitik in den langen 1960er-Jahren, âºpolityâ¹, also die Formen, in denen diese betrieben wurde, und schlieÃlich âºpoliticsâ¹, was auf ihre Aushandlungsprozesse abhebt. Zum anderen impliziert ein erweiterter Politikbegriff das Bewusstsein, dass âºpolicy, polity und politicsâ¹ in einer Top-Down-Perspektive zu untersuchen sind, also mit Blick auf die Verantwortlichen in den zuständigen Bistumsleitungen, der Apostolischen Nuntiatur in Bonn, den Parteien und Parlamentsfraktionen sowie in der Regierung, vorneweg der Ministerpräsident und der Kultusminister, dass aber dabei nicht stehen geblieben werden kann. Schulpolitik wurde eben nicht zuletzt auch vor Ort »gemacht«, von Kommualpolitikerinnen und -politikern, Pfarrern, Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern. Schulpolitik fand in der Kirche, auf Elternversammlungen, im Lehrkräftezimmer oder im Klassenraum statt. Ein erweiterter Politikbegriff verlangt demgemäà auch âºhistory from belowâ¹ zu betreiben und eine âºBottom-Up-Perspektiveâ¹ einzunehmen.
Aus den theoretisch-methodischen Ãberlegungen ergibt sich die Notwendigkeit eines breiten Quellensamples. Es setzt sich zusammen aus dem Korrespondenz- und Aktenmaterial der Kirchenführungen, das vornehmlich aus den Beständen der Generalvikariate, Weihbischöfe und Schulabteilungen in den Bistumsarchiven von Köln, Limburg, Mainz, Speyer und Trier zusammengetragen worden ist und sowohl für die âºTop-Down-Sichtweiseâ¹ als auch die Belange der Pfarreien vor Ort zentrale Bedeutung besitzt.94 Einzelne Pfarrarchive helfen bei der Konturierung der âºBottom-Up-Perspektiveâ¹.95 Für die späteren Jahre bieten die umfangreichen Bestände des »Katholischen Büros«, das 1968 als Koordinierungsstelle der rheinland-pfälzischen Bistümer eingerichtet worden ist96, eine wichtige Anlaufstelle97. Die zur Tiefenschärfung unerlässliche Position der evangelischen Kirchen erhellen die schulbezogenen Dokumente â der Kirchenleitungen wie einzelner Pfarreien â aus den Archiven der EKiR98, dem Zentralarchiv der EKP99 und dem Zentralarchiv der EKHN100. Essentiell sind die Protokolle der Landtagsverhandlungen101, die Ãberlieferungen der rheinland-pfälzischen Parteien, die unter anderem einschlägige Programme, Gremienprotokolle und diverse Korrespondenzen â parteiinterne, aber auch mit Bürgerinnen und Bürgern â bereithalten102, die Akten des Kultusministeriums103 und der Staatskanzlei104. Besondere Bedeutung besitzen die Nachlässe des langjährigen Ministerpräsidenten Peter Altmeier105, des seit 1967 amtierenden Kultusministers Bernhard Vogel106 und seiner Staatssekretärin Hanna Renate Laurien107, weil gerade diese unmittelbar politisch Verantwortlichen nicht nur im Mittelpunkt der gesetzgeberischen Prozesse standen, sondern auch oft ungefiltert »die Stimme des Volkes« zu hören und zu spüren bekamen. Intimste Einblicke in die rheinland-pfälzische Politik bieten die bis zuletzt in Privatbesitz befindlichen Materialien des langjährigen Mainzer Staatskanzleichefs Fritz Duppré (1919â1988).108 Insbesondere seine Dokumentensammlung109, seine Erinnerungen und nicht zuletzt sein Tagebuch zu den Jahren 1965â1969 besitzen eminenten Quellenwert. Wichtig für die Analyse schulbezogener Diskurse sind darüber hinaus zeitgenössische Buch- und Aufsatzpublikationen.110 Die Sichtweisen der Lehrerschaft spiegeln zum einen die von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) herausgegebene »Westdeutsche Schulzeitung«111 und zum anderen und vor allen Dingen die lediglich provisorisch verzeichneten Protokolle, Resolutionen, Denkschriften und Korrespondenzen im regionalen Archiv des Verbandes Bildung und Erziehung (AVBE), dem vormaligen Verband der katholischen Lehrerschaft Deutschlands (VKLD). Wichtige Einblicke bieten auch dessen Zeitschriften: »Der Katholische Erzieher« und die »Rhein-Pfälzischen Schulblätter«. Eine Annäherung an das lokale Schulleben liefern Materialien von Bezirksregierungen/Schulämtern112 und Kommunalverwaltungen113 sowie â jenseits der staatlichen Ãberlieferung â von Elternbeiräten114 und Pfarrern115. GroÃe Relevanz besitzen Schulchroniken, ex-Post und zeitgenössisch entstanden.116 Semantiken, Praktiken und Emotionen können sodann kaum hinlänglich erfasst werden ohne die Sichtung der viel gelesenen Kirchenzeitungen sowie überregionaler und insbesondere auch rheinland-pfälzischer Zeitungen wie etwa der »Allgemeinen Zeitung« (Mainzer Anzeiger), der »Rheinpfalz«117, der »Rheinzeitung«118 und des »Trierischen Volksfreundes«. Einschlägige Artikel finden sich an zahlreichen Stellen in Archiven119, sie wurden aber durch eine systematische Recherche der Zeitungen ergänzt. Auf Briefe von Leserinnen und Lesern wurden dabei besonders geachtet. Um der Erfahrungsperspektive noch mehr Kontur zu schaffen, habe ich schlieÃlich mit Hilfe eines Hauptseminars120 ein Sample von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zusammengestellt. Im Bewusstsein um die groÃen Hürden der âºOral Historyâ¹121 wurden 26 Personen in einem sachthematisch angelegten Interviewverfahren befragt, das sich an Leitfragen orientierte, zugleich aber auch die Möglichkeit zur »eigenen, selbst strukturierten Erzählung«122 bot. Alle Interviewten standen in den 1960er-Jahren grundsätzlich entweder als Lehrkräfte, Erziehungsberechtigte oder Schülerinnen und Schüler in unmittelbarer Berührung mit der staatlichen Konfessionsschule. Etliche von ihnen haben auch direkte Erfahrungen mit der christlichen Gemeinschaftsschule oder einer privaten katholische Schule gesammelt. Aus der Reihe fallen befragte Berufspolitiker.123
Das Buch besteht aus drei groÃen Teilen: Zunächst werden die nötigen Voraussetzungen geklärt und Einblick in die Geschichte der Konfessionsschule, das Verhältnis von (katholischer) Kirche und Schule im neu geschaffenen Rheinland-Pfalz sowie den Wandel des Bundeslandes in den 1960er-Jahren gegeben. Im zweiten Teil geht es in âºTop-Down-Perspektiveâ¹ um die Abschaffung der Konfessions- und die flächendeckende Einführung der christlichen Gemeinschaftsschulen in Rheinland-Pfalz. Im Blickpunkt stehen die spannungsvollen Diskurse, die um sie geführt wurden, die gesetzgeberischen Prozesse und die diesbezügliche Rolle der Kirchenverantwortlichen sowie der Wandel der Emotionsregimes, der mit dem Aufstieg der Generation von Politikerinnen und Politiker um Helmut Kohl, Bernhard Vogel und Hanna Renate Laurien verbunden ist. Im dritten Teil wird die Blickrichtung gewechselt und die Abschaffung der Konfessionsschule »von unten« betrachtet. Das Interesse gilt den Stimmen, welche die Verantwortlichen in der Politik und den Kirchenleitungen erreichten, den Kämpfen, die vor Ort um die Konfessionsschule (nicht) ausgetragen wurden, und dem persönlichen Erleben der schulpolitischen Veränderungen.
»Aus Nah und Fern« in Mainzer Volkszeitung vom 30.3.1926, zit. nach F. Grössl, »Gefallen fürs Vaterland«, S. 35.
Rheinland-Pfalz â Wunder dauern länger (Hildegard Hamm-Brücher), in: Die Zeit, 13. August 1965.
M. Klöcker, Katholisch.
D. Pollack, Religiöser und gesellschaftlicher Wandel, S. 41.
D. Pollack, Religiöser und gesellschaftlicher Wandel, S. 43. 1989 äuÃerten 62,4 Prozent der 16- bis 44-Jährigen an Gott zu glauben, die über 45-Jährigen gaben dies zu 79 Prozent an: K. Gabriel, Christentum, S. 37.
D. Pollack, Religiöser und gesellschaftlicher Wandel, S. 37. Unter rasant steigenden Kirchenaustrittszahlen leidet die katholische Kirche erst seit dem zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, vgl. https://www.kirchenaustritt.de/statistik (Stand: 21.01.2023).
S. Hermle / C. Lepp / H. Oelke, Umbrüche.
A. Buchholz, Im Namen Allahs.
E. Barker, Neue religiöse Bewegungen; P. Eitler, »Alternative« Religion.
M. Papenheim, Die Seele ist ein Tänzer.
Nach J. Kuropka, Regionalmilieus. Vgl. Arbeitskreis für kirchliche Zeitgeschichte (AKKZG) Münster, Katholiken zwischen Tradition und Moderne; W. Loth, Milieus oder Milieu?
K. Grosse Kracht, Die Stunde, S. 20. Vgl. L. Hölscher, Die Säkularisierung der Kirchen.
F. W. Graf, Die Wiederkehr der Götter.
P. L. Berger, The Desecularization of the World.
DFG Forschungsgruppe 2973 Katholischsein in der Bundesrepublik Deutschland. Semantiken, Praktiken, Emotionen in der westdeutschen Gesellschaft 1965â1989/90.
A. Doering-Manteuffel / L. Raphael / T. Schlemmer, Vorgeschichte der Gegenwart.
D. Brock, Die radikalisierte Moderne; U. Beck / A. Giddens / S. Lash, Reflexive Modernisierung; S. N. Eisenstadt, Comparative civilizations.
C. Kösters / C. Kullmann / A. Liedhegener / W. Tischner, Was kommt nach dem katholischen Milieu, S. 523.
T. Brechenmacher, Im Sog.
O. Blaschke, Konfessionen im Konflikt.
M. N. Ebertz, Kirche im Gegenwind.
T. Grossbölting, Der verlorene Himmel.
A. Schildt / D. Siegfried, Einleitung, S. 13.
W. Damberg, Abschied.
T. Grossbölting, Der verlorene Himmel, S. 30.
T. Grossbölting, Der verlorene Himmel, S. 29.
D. Pollack, Religiöser und gesellschaftlicher Wandel, S. 42.
Die Mitgliederzahl in den kirchlichen Jugendorganisationen fiel zwischen 1933 und 1964 von 1,5 Millionen auf 600.000: M. E. Ruff, Strukturen und Mentalitäten des »Katholischen Milieus«, S. 43.
P. von der Osten, Jugend und Gefährdetenfürsorge; A. Henkelmann, Caritasgeschichte.
L. Rölli-Alkemper, Familie im Wiederaufbau.
Kardinal Joseph Frings, 1952, zit. nach T. Grossbölting, Der verlorene Himmel, S. 31.
K. Grosse Kracht, Die Stunde, S. 401.
D. Pollack, Religiöser und gesellschaftlicher Wandel, S. 37.
K. Grosse Kracht, Die Stunde, S. 20.
A. Schildt / D. Siegfried, Dynamische Zeiten.
R. Inglehart, The Silent Revolution; H. Klages, Wertorientierungen im Wandel; W. Puschner, Materialismus und Postmaterialismus; H. Meulemann, Wertwandel in der Bundesrepublik.
Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Mitten in dieser Welt.
B. Aschmann / W. Damberg, Liebe und tu, was du willst?
F. Bock, Geschlossene Gesellschaft, S. 125.
A. Schildt / D. Siegfried, Einleitung, S. 13.
K. Schönhoven, Aufbruch in die sozialliberale Ãra, S. 127.
P. Dohms, Katalysator für politischen und sozialen Wandel, S. 471.
K. Hildebrandt, Die totalitäre Erfahrung.
A Schildt, Moderne Zeiten; R. Eisfeld, Als Teenager träumten.
B. Dietz / C. Neumaier / A. Rödder, Gab es den Wertewandel.
Z. B. C. Schletter, Grabgesang der Demokratie; M. Alexopoulou, Rassismus als Kontinuitätslinie; N. Frei / F. Maubach / C. Morina / M. Tändler, Zur rechten Zeit.
S. A. Glienke / V. Paulmann / J. Perels, Erfolgsgeschichte Bundesrepublik?
F. Biess, Republik der Angst.
Zuletzt M. Rau / L. Breiling / M. Rettenberger, Regensburger Aufarbeitungsstudie; B. Frings / T. Grossbölting / K. Grosse Kracht / N. Powroznik / D. Rüschenschmidt, Macht und sexueller Missbrauch; T. Grossbölting, Die schuldigen Hirten.
C. Kösters / C. Kullmann / A. Liedhegener / W. Tischner, Was kommt nach dem katholischen Milieu, S. 485. Vgl. E. Wolfrum, Die geglückte Demokratie.
Zitat aus der Rede von Ferdinand Stiehl, dem Verfasser der preuÃischen Schul-Regulative von 1854, am 16. Januar 1849 in der Zweiten PreuÃischen Kammer anlässlich der Debatte über die Schulartikel der Verfassung. Vgl. K. Goebel, Wer die Schule hat, der hat die Zukunft.
H. E. Brunkhorst, Die Einbeziehung der preuÃischen Schule.
J. Oelkers, Gesamtschule in Deutschland, vor allem S. 65â114.
B. W. Arold/ L. Woessmann / L. Zierow, Can schools change religious attitudes.
T. Brechenmacher, Im Sog der Säkularisierung, S. 63.
M. E. Gründig, Wie bildet Geschichte.
B. van Schewick, Die Katholische Kirche, S. 7.
Im Folgenden synonym mit »Bekenntnisschulen« verwendet, gerade weil staatliche (Rechts-)Texte vornehmlich mit dem Begriff »Bekenntnisschulen« arbeiten, im Kirchenkontext aber vor allem von »Konfessionsschulen« geredet wird.
G. Geissler, Schulgeschichte, S. 211.
Im Folgenden werden die Begriffe »Gemeinschaftsschulen« und »Simultanschulen« grundsätzlich synonym und zumindest implizit immer mit dem Attribut »christlich«, das in Rheinland-Pfalz auch Einzug in die Verfassung gehalten hat (»Christliche Gemeinschaftsschule«), verwendet. Wenn ausnahmsweise von »weltlichen Schulen« die Rede ist, also Schulen, die keine religiöse Prägung aufwiesen und in denen folglich kein Religionsunterricht stattfand, wird dies eigens deutlich gemacht.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler, 1873, zit. nach F. Scherf, Lernen in Mainzer Schulen, S. 742.
G. Grünthal, Reichsschulgesetz und Zentrumspartei.
RegierungserklaÌrung des MinisterpraÌsidenten Peter Altmeier (darin: Rede des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Helmut Kohl), Koblenz 1963, S. 63.
W. Damberg, Abschied, S. 423.
Josef Homeyer auf dem Deutschen »Katholikentag« 1970, zit. nach W. Damberg, Die Säkularisierung, S. 646.
W. Damberg, Die Säkularisierung, S. 643.
A. Hoffmann, Die bildungspolitischen Vorstellungen; C. Kuhlmann, Schulreform und Gesellschaft; K. Hüfner / J. Naumann / H. Köhler / G. Pfeffer, Hochkonjunktur und Flaute; C. Führ, Bildungsgeschichte und Bildungspolitik; C. Führ / C.-L. Furck, Handbuch; W. Rudloff, Bildungsplanung; J.-H. Choi, Die parteiinterne und -externe Auseinandersetzung; J. Knewitz, Bildung.
K. O. Thielking, Die Kirche.
Wichtig ist vor allem die Arbeit von K. Buchna, Ein klerikales Jahrzehnt; ferner: A. Rauscher, Kirche und Katholizismus; A. Langner, Katholizismus; A. Doering-Manteuffel, Kirche; J.-C. Kaiser / A. Doering-Manteuffel, Christentum; J. Kuropka, Das katholische Schulwesen; J. Richter, Eine Schule; T. Sauer, Katholiken und Protestanten; J. Davis, Rebuilding the Soul.
W. Graf, Kirchliche Beeinflussungsversuche; K. Gotto, Wandlungen des politischen Katholizismus; H. Abromeit / G. Wewer, Die Kirchen und die Politik; T. M. Gauly, Kirche und Politik; M. Scholz, Streit um die Freiheit; L. Turowski, Verbindungsstellen; B. Nacke / D. Skala, Die Katholische Kirche; A. Liedhegener, Macht, Moral und Mehrheit; J. Keppeler, Kirchlicher Lobbyismus; F. Ganselmaier, Kirchliche Interessenvertretung; R. Hering, Die Kirchen als Schlüssel; B. Kämper, Kirchliche Interessenvertretung; J. Könemann, Religiöse Interessenvertretung. Eher Erinnerungsbericht als wissenschaftliche Darstellung sind die von (ehemaligen) Verantwortlichen der »Katholischen Büros« verfassten Arbeiten: Katholisches Büro Mainz â Kommissariat Der Bischöfe Rheinland-Pfalz, Kirche und Staat als Partner; K.-H. Reininger, Katholisches Büro Mainz; R. Ries, Der Anfang.
J. Esterhues, Zur Geschichte der Bekenntnisschule; K. Erlinghagen, Die Säkularisierung; J. Dikow, Die Kirche und die katholische Schule; N. Seibert, Christliche Volksschule.
W. Damberg, Abschied, S. 451â503; S. Meissner, Katholische Bekenntnisschule; Ders., »Schule für eine neue Zeit«.; M. Dittrich, Die Anfänge.
M. Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland; P. Wagner, Eine »zweite Gründung«.
M. Kissener, Kleine Geschichte.
W. Abelshauser, Die BASF.
G. Geissler, Schulgeschichte, S. 894.
Religionszugehörigkeiten in Deutschland 1950â2003.
M. Kissener, Kleine Geschichte, S. 64â67.
G. Fischer, Die rheinland-pfälzischen Bistümer.
B. van Schewick, Die katholische Kirche; A. Mohr, Die Entstehung der Verfassung; M. Zuber, Die Entstehung; P. Brommer, Kirche und Verfassung; R. Hudemann, Landesgründung; R. Ley, Entstehung und Entwicklung; G. Bönnen, Durchgefallen; C. von Hehl, Adolf Süsterhenn, vor allem S. 177â258.
M Riehl, Die schulpolitischen Auseinandersetzungen; A. Ruge-Schatz, Umerziehung und Schulpolitik; M. Müller, Konfessionell oder simultan; Ders., Die Schule im Spannungsfeld; H. Ziegler, Von alten Mächten; E. Rödel, »Heerführer ohne Truppen«; Dies., Der Streit.
E. Rödel, Der Streit, S. 353.
Ãberblickswissen vermitteln z. B. A. Martin, Bildungspolitik; E. Schaaf, Schulpolitik; B. Nacke / D. Skala, Die Katholische Kirche, S. 175â204; M. Kissener, Kleine Geschichte, S. 152â161; K.-M. Grass, Bernhard Vogel; M. Storm, Bildung und Wissenschaft.
E. Christoffel, Die Geschichte der Volksschule; K.-T. Göhring, Das Volksschulwesen.
Einen Eindruck davon, wie fruchtbar dies sein könnte, vermitteln die Ansätze bei T. Fandel, Bildung im katholischen Milieu, vor allem S. 185â194.
An einigen wenigen Stellen überschreitet die Analyse die Landesgrenzen von Rheinland-Pfalz. Dies ist jenseits von unabdingbaren Kontextualisierungen zum einem dem Umstand geschuldet, dass sich die Zuständigkeiten der einschlägigen Bistümer auf jeweils zwei Bundesländer verteilen (Bistum Trier: Rheinland-Pfalz und Saarland; Bistum Speyer: Rheinland-Pfalz und Saarland; Bistum Mainz: Rheinland-Pfalz und Hessen; Bistum Limburg: Rheinland-Pfalz und Hessen, Erzbistum Köln: Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen) und die Kirchenverantwortlichen daher zwangsweise länderübergreifend dachten, handelten und fühlten. Zum anderen geht der Blick mitunter gezielt ins Saarland, nach Hessen oder Nordrhein-Westfalen, um den rheinland-pfälzischen Verhältnissen noch mehr Kontur zu verleihen.
F. Schlickel, Isidor Markus Emanuel, hier S. 309.
G. Geissler, Schulgeschichte, S. 910.
So etwa K. Gabriel, Christentum, S. 52.
B. H. Rosenwein, Emotional Communities. Wichtige Beiträge zur Emotionsgeschichte liefern W. M. Reddy, The Navigation; B. Aschmann, Gefühl und Kalkül, darin insbesondere die Einleitung der Herausgeberin: Vom Nutzen und Nachteil der Emotionen in der Geschichte. Eine Einführung, S. 9â32; C. Wassmann, Die Macht der Emotionen; B. H. Rosenwein, Problems and Methods; J. Plamper, Geschichte und Gefühl.
M. Pernau, Space and Emotion.
A. Schütz / T. Luckmann, Strukturen der Lebenswelt, S. 27.
Vgl. für den Transfer auf Schule: K. Fereidooni, Schule â Migration â Diskriminierung, S. 29â30.
HAEK: Generalia Neubestand (Gen. II), 26.1, 26.19; Bischöfliche Zentralstelle für Ordensschulen; Katholisches Büro NRW. DDAMZ: Bischöfliches Ordinariat, Generalia 1945â70 (13â91). ABSp: Bischöfliches Ordinariat Neueres Archiv, Aktengruppe 14 (Religionsunterricht) u. 15 (Religionsunterricht, Aufsicht, Lehrbücher usw.). BATr: Nachlass Bernhard Stein (R 108,3); Nachlass Linus Hofmann (R 1010,7); Nachlass Josef Görgen (R 1010,8); Akten der Generalvikare (R-BGV 2); Pastorale Dienste (R-BGV 9 u. R-BGV 10); Weihbischöfe (R-BGV 11); Das Bistum Trier und andere kirchliche Behörden (B III 3). DAL: Bischöfliches Ordinariat: Sachakten / Generalia 1945â1967 (10 / 3).
Z. B. ABSp Albersweiler (IXâXII; XXIIâXXVII), Thaleischweiler (VIIIâXII; XIX-XXV), Wallhalben (XXII-XXV); PfA St. Joseph Alzey; PfA St. Johannes / St. Konrad Koblenz.
R. Ries, Kirche und Staat als Partner; K.-H. Reininger, Katholisches Büro Mainz; R. Ries, Der Anfang; M. Dittrich, Die Anfänge.
DDAMZ, Katholisches Büro (26â96).
AEKR: Handakten Hellmut Lauffs (6 HA 005); Handakten Oberkirchenrat Edgar Boué (6 HA 025); LKA-Sachakten 1948â1971 (1 OB 017); Beauftragter der Kirchenleitung bei der Landesregierung NRW (Evangelisches Büro) (2 LR 006).
ZASP: Pfarrämter (03.05), Ab. 043 (u. a. Bad Dürkheim, Wiesbach); Pfarrämter (4.), Ab. 044 (u. a. Albersweiler, Lemberg, Thaleischweiler); Schulwesen (6.), Dekanate; Dokumentation und Schriftgutbeispielsammlung (158); Altregistratur Landeskirchenrat (401 / 02); Verhandlungen der Landessynode der Vereinigten Protestantisch-Evangelisch-Christlichen Kirche der Pfalz.
ZA EKHN: Kirchenverwaltung der EKHN, Schulreferat (175); Religionspädagogisches Amt für Rheinhessen (192); Verhandlungen der Kirchensynode (106 / 409).
Sten. Br. LT.
ACDP: CDU-Landesverband Rheinland-Pfalz (03-026); CDU-Landtagsfraktion (05-11); CDU-Fraktionsprotokolle (V-011). ADL: FDP-Landesverband Rheinland-Pfalz (FDP LV RP); Nachlass Hermann Eicher (N7); Nachlass Thomas Dehler (N1); Konferenzen der FDP-Fraktionsvorsitzenden (A49â173, 176, 183); Bundesparteitage (A1); ergänzend: Nachlass Willibald Martenstein, in: LHA Ko 700.263. Für die Sozialdemokratie ist die Quellenlage am unbefriedigtsten, weil die im AdsD in Bonn aufbewahrten Aktenbestände des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, der Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz sowie des Unterbezirks Trier, der Geschäftsstelle Koblenz sowie des Ortsvereins Koblenz aufgrund der Bearbeitungslage auf nicht absehbare Zeit gesperrt sind. Einen teilweisen Ersatz bietet der umfangreiche Bestand des SPD-Bezirkes Pfalz.
LHA Ko: Kultusministerium (910). Ergänzend: Nachlass Ernst Schäck (700.298); Nachlass Hubert Hermans (700.225); Nachlass Adolf Süsterhenn (700.177).
LHA Ko, Staatskanzlei (860).
LHA Ko, Nachlass Peter Altmeier (700.169), enthält auch die Ministerratsprotokolle.
ACDP, Nachlass Bernhard Vogel (I-451).
ACDP, Nachlass Hanna Renate Laurien (01-889).
Zurzeit noch im Besitz des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, demnächst im LTA RLP zugänglich.
Zitiert als LTA RLP, Nachlass Duppré, Blattsammlung.
Eine sehr ergiebige Quelle bietet der Nachlass des Pädagogikprofessors und Präsidenten der katholischen Elternschaft Franz Pöggeler, in: DIE. Ferner: H.-J. Gamm / F. Pöggeler, Streitfragen der Bildungspolitik.
Die im AdsD aufbewahrten Materialien des rheinland-pfälzischen Landesverbandes der GEW sind ebenfalls auf unbestimmte Zeit nicht zu benutzen.
LA Sp, Regierung der Pfalz, Kammer des Innern und der Finanzen (H 3); Kreis- beziehungsweise Landratsamt Alzey (H 51); Kreis- beziehungsweise Landratsamt Mainz (H 53); Kreis- beziehungsweise Landratsamt Worms (H 54).
LA Sp, Gemeindearchiv Altdorf (U 2); Amt Bingerbrück (U 226); Gemeindearchiv Gerhardsbrunn (U 395).
Elternbeirat der Christlichen Simultanschule Finthen (VOA 9), in: StadtA MZ.
Nachlass Karl Hamm, in: VGA ANT.
Zentrale Bedeutung besitzt LHA Ko, Schulchroniken (716).
Grundsätzlich wird die Ausgabe Ludwigshafen verwendet. Sollte davon abgewichen werden, wird dies deutlich gemacht beziehungsweise ein Archivnachweis gegeben.
Grundsätzlich wird die Ausgabe B, Koblenz Stadt und Land, verwendet. Sollte davon abgewichen werden, wird dies deutlich gemacht beziehungsweise ein Archivnachweis gegeben.
An dieser Stelle von besonderer Relevanz: Pressearchiv der KAS; LHA Ko, Publizistisches Schriftgut (860 Z); BATr, Information und Dokumentation (R-BGV 8 BGV).
WS 2021/22, Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz, Titel: Für die Freiheit in der pluralistischen Gesellschaft. Schule und Katholischsein in den 1960er/70er Jahren, Dozent: Markus Raasch.
Diese seien hier nur kurz gerafft: Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenaussagen als Hybrid zwischen Quelle und Darstellung, d. h. einerseits Teil der Vergangenheit und andererseits Teil der Geschichte, die über diese Vergangenheit erzählt wird; wegen der oft groÃen zeitlichen Differenz zwischen der von den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gemachten Erfahrung und ihrer Erzählung bedeuten Erinnerungslücken und -verzerrungen ein Risiko und die Rekonstruktion von Ereignissen und Abläufen ist kaum möglich; als Darstellung unterliegen die Aussagen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen notwendigerweise epistemologischen Prinzipien und sie sind zeit- und gesellschaftsabhängig. Zu den Möglichkeiten und Grenzen von âºOral Historyâ¹ z. B: K. Andresen/ L. Apel / K. Heinsohn, Es gilt das gesprochene Wort; H. Welzer, Die Medialität; A. von Plato, Oral History; D. Wierling, Oral History.
J. Obertreis, Oral History, S. 14.
ZzG mit Bernhard Vogel vom 16. Februar 2022; ZzG mit Rudolf Scharping vom 10. Mai 2022. Friedrich Kardinal Wetter (*1928), der einzige in den 1960er-Jahren aktive und heute noch lebende Bischof, sah sich zu einem Interview nicht mehr in der Lage: Friedrich Kardinal Wetter an den Verfasser, 23. März 2022, in: Privatbesitz des Verfassers.