Favor debitoris

Die Idee des Schuldnerschutzes in der europäischen Rechtstradition

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Diese Studie untersucht die Idee des „Schuldnerschutzes“ im Hinblick auf ihre römischen Wurzeln und ihre Weiterentwicklung in modernen Rechtsystemen. Sie konzentriert sich auf den Begriff „favor debitoris“ in den antiken Quellen selbst – bzw. auf seine Abwesenheit in denselben – und vergleicht ihn mit anderen „favores“, die in den juristischen Texten nachweisbar sind. Igor Adamczyk kommt zu dem Ergebnis, dass die Römer sich von einem Prinzip des Schuldnerschutzes nicht leiten ließen. Das bedeutet aber nicht, dass sie dem Schuldner den Schutz immer absprachen, es waren vielmehr situative Rechtsmaßnahmen. Der Autor untersucht Beispiele solcher schutzwirkenden Rechtsinstitute in den europäischen Rechtsystemen. Dabei nimmt er vor allem die Entstehung des vereinheitlichten polnischen Schuldrechts in den Blick, das unter den Einflüssen v.a. des französischen, österreichischen und deutschen Rechts entstanden ist – welches man wiederum auf das römische Recht zurückführen kann.
The book presents the idea of "favor debitoris" in Roman law and in the European legal tradition. It provides the examination of the relevant Roman legal sources and the analysis of the roman attitude towards the debtors. The book presents also the development of the specific Roman legal institutes in Austrian, French and German law which influenced the Polish law of obligations.

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Igor Adamczyk, Dr., promovierte 2024 an der Universität Warschau und ist dort derzeit Assistenzprofessor am Lehrstuhl für römisches und antikes Recht. Er forscht und lehrt in den Bereichen römisches Recht, Privatrecht und Rechtsvergleichung.
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