Blick ins Buch
Der Band setzt sich zum Ziel, das Verhältnis von Sein und Sollen aus ontologischer, logischer, moral- und sprachphilosophischer sowie rechtswissenschaftlicher Perspektive weiter zu analysieren. Im Zentrum steht die provokative These David Humes, wonach prinzipiell nicht vom Sein auf das Sollen bzw. nicht von deskriptiven auf normative Aussagen geschlossen werden darf. Die Konsequenzen aus Humes These sind aus ethischer und meta-ethischer Perspektive überaus problematisch. Denn da der Bereich des Deskriptiven nach Hume allein die Domäne der Vernunft ist, diese aber im Bereich des Normativen keine Geltung beanspruchen kann, stellt sich die Frage, ob und wie moralische Normen überhaupt rational begründet werden können. Diese skeptische Konsequenz der Humeâschen Unterscheidung soll im Rahmen des Bandes aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und zugleich kritisch analysiert werden.
Copyright Year:
2021
This volume aims to analyze the relationship between is and ought from an ontological, logical, and jurisprudential perspective. According to David Hume, we are not justified to derive normative judgments from descriptive judgments. The volume analyzes the consequences of Humeâs distinction from different perspectives.
Georgios Karageorgoudis ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der juristischen Fakultät der Universität Göttingen.
Jörg Noller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Philosophie der Ludwig-Maximilians-Universität München.