Das Stichwort der âºNarben des Geistesâ¹ aus der Phänomenologie des Geistes nutzt die Untersuchung zu einer Kritik Hegels, die ihren Ausgang vom Verhältnis von Geist und Sprache, von Literatur und Philosophie nimmt.
Hegels Phänomenologie des Geistes stellt bis heute den umfassendsten Versuch dar, einen für die Moderne gültigen Begriff der Erfahrung zu begründen. Unter dem Stichwort âºNarben des Geistesâ¹ greift die Untersuchung Hegels Ansatz auf, um ihn zunächst mit literarischen Texten von Sophokles, Diderot und Goethe und in einem zweiten Schritt mit alternativen philosophischen Modellen von Benjamin bis zu Foucault zu konfrontieren. Den Abschluss bildet die Frage nach Erfahrungsbegriffen vor (Montaigne), parallel zu (Hölderlin) und nach Hegels Zeit (Nietzsche). Das Ziel der Untersuchung besteht in einer Kritik des Hegelschen Erfahrungsbegriffs im Blick auf den ästhetischen Diskurs der Moderne.
Copyright Year:
2020
Hegelâs Phenomenology of Spirit is one of the most challenging projects in philosophical modernity. The aim of the study consists in a critic of Hegelâs notion of experience that concentrates on the relation between spirit and language and especially the way language occurs in literary texts from Sophocles, Diderot and Goethe as well as in modern and postmodern philosophy from Nietzsche and Benjamin up to Foucault.
Achim Geisenhanslüke ist seit 2014 Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Literaturtheorie und Europäische Literatur der Moderne. Zuvor war er von 2004-2014 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Regensburg.