acoustic turn

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Individuell gestaltete Handy-Klingeltöne, speziell designte Autogeräusche, Lautsprecherstimmen, Dolby-Surround-Technik im Kino und ein neuer Markt der Hörbücher machen eine steigende Bedeutung des Hörbaren sinnfällig. Diese Allgegenwart akustischer Phänomene und ein zweifellos zunehmender akustischer Gestaltungsbedarf in ganz unterschiedlichen Bereichen erlaubt, von einem „acoustic turn“ zu reden. Obgleich sich dieser „turn“ medienpraktisch und künstlerisch längst vollzogen hat, wurde er wissenschaftlich noch nicht hinreichend aufgearbeitet. Der interdisziplinäre Sammelband, in dem prominente Wissenschaftler, Künstler und Medienpraktiker im intensiven Dialog zu Wort kommen, widmet sich – im Unterschied zu Einzelmedienstudien – der Vielfalt des Phänomenbereiches und seiner Zusammenhänge. Mit dem programmatischen Titel „acoustic turn“ wird jedoch kein neuer Vorrang des Hörsinns in der „Hierarchie der Sinne“ reklamiert, sondern eine Bestandsaufnahme der spezifischen Leistungen und Wirkungsdimensionen des Akustischen auch in audio-visuellen Zusammenhängen vorgenommen.

Unsere Preise:

Vorwort
Seiten: 11–33
Einleitung
Philosophisches Richtungshören Phänomenologische und psychoanalytische Konzeptualisierungen
Seiten: 32–44
Sonifikation
Ein Plädoyer, dem naturwissenschaftlichen Verfahren eine kulturhistorische Einschätzung zukommen zu lassen
Seiten: 90–100
„acoustic turn“ in der Psychopathologie
Über Bildersturm, Stimmenhören und weitere Abwegigkeiten
Seiten: 102–123
Tongabe und Bildopfer
Gottesstimmen im Science-Fiction-Kino
Von: Ralf Bohn
Seiten: 124–165
Einleitung
Künstlerische Positionen im Medienwechsel. Lautpoetische, radiophone und theatrale Kompositionen
Seiten: 166–183
Von der „befreiten Wortkunst“ zur „écriture automatique“
Positionen der literarischen Moderne
Seiten: 184–213
Zwischen Dunkelheit und Aufklärung
Der Erfolg des Radios in einer sich verändernden Welt
Seiten: 260–278
Quasi una Missa
Seiten: 280–289
Stimme, Geste und audio-visuelle Konzepte
Akustische Kunst – Performance – „Theater der Ohren“
Seiten: 291–351
Einleitung
Musik als Indikator veränderter Hörgewohnheiten. Avantgarde, neue Musikrichtungen und visuelle Entsprechungen
Seiten: 352–372
Akustische Lebenshilfe
Seiten: 386–407
acoustic turn – versus iconic turn
Über die subvokale Bedeutung der Musik im Stummfilm (Buñuel: Rihm / Kagel) und in Filmen von Jean-Luc Godard, Pier Paolo Pasolini und Andrej Tarkowskij
Seiten: 408–430
(Elektronische) Musik und ihre visuellen Entsprechungen
Indizien aus Introspektion, Produktion und Automatentheorie
Seiten: 432–451
Einleitung
Audio-Visionen. Aspekte eines filmischen acoustic turn
Seiten: 476–487
Entdeckung in Gewitter und Sturm
(Notizen zur Geschichte des audiovisuellen Kontrapunkts)
Seiten: 489–507
Von visuellen Tönen zu audiovisueller Kontrapunktik
Tonkonzepte und - experimente der sowjetischen Filmavantgarde
Seiten: 508–539
L’entr’aperçu / Dazwischenwahrgenommenes
Komponierte Bilder und musique concrète
Seiten: 602–609
Sehgewohnheiten durch neue Hörweisen ändern
Intermedialität in Radio, Film und Fernsehen
Seiten: 611–647
„so Ton als ob“
Akustische Seitensprünge
Seiten: 648–666
Einleitung
Multidirektionales Hören. Akustische Raumgestaltung und Klanginstallationen
Seiten: 668–680
Electrical Walks
Elektromagnetische Spaziergänge im Stadtraum
Seiten: 682–686
Bild - und Klanginstallationen
Passagen des Erinnerns und Vergessens
Seiten: 688–703
Atmosphärisches Rauschen
Die dichterische Einbildungskraft
Seiten: 704–717
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