Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus

SS und Polizei sollten im Dritten Reich zu einem schlagfertigen Staatsschutzkorps verschmolzen werden. Die Ideologie der SS wurde deshalb durch ein aufwändiges System der Schulung auf die Polizei übertragen.
Die weltanschauliche Schulung, die bis dahin in der SS erprobt worden war, wurde ab 1937 in die Dienstpläne der Polizei eingebaut; der Unterricht in „NS-Lehre“ wurde ein fester Bestandteil der Polizei-Ausbildung. Hans-Christian Hartens Untersuchung zeigt erstmals das ganze Ausmaß dieser Erziehungs- und Bildungsarbeit. Der Band ergänzt die Arbeit des Autors über die weltanschauliche Schulung der SS. Er macht nachvollziehbar, welch immenser Auf-wand getrieben wurde, um aus den größtenteils noch aus der Weimarer Republik übernommenen Polizeibeamten überzeugte Nationalsozialisten und schließlich „politische Soldaten“ an der Seite der SS zu machen, die auch für den rassenpolitischen Krieg einsetzbar waren.
After being appointed leader of the entire German Police by Hitler, Himmler ordered the transfer of the SS-System of ideological education to the Police. The author shows the enormous efforts that had to be done to transform public police officers, who were still partly trained and had worked during the Weimar Republic, into convinced Nazis, and finally into "political soldiers", who could also be used for the „Racial War“ in the occupied countries and especially eastern Europe.

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Vorbemerkung
Seiten: 9
Einleitung
Seiten: 11–39
Die weltanschauliche Schulung der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes
Die weltanschauliche Schulung in Ausbildungsrichtlinien und Lehrplänen der Kriminalpolizei und der Gestapo
Seiten: 41–163
Weltanschauliche Schulung in der Ordnungspolizei
Neue Inhalte in der Ausbildung
Seiten: 165–345
Vertreibungen, »Bandenkampf« und Judenmord: weltanschaulich-politische Schulung im Kriegseinsatz
Zwischen Theorie und Praxis: weltanschaulich-politische Schulung der Polizei im Kriegseinsatz
Seiten: 347–549
Materialien
Seiten: 551–562
Anmerkungen
Seiten: 563–632
Anhang
Abkürzungen
Seiten: 633–634
Quellen und Literatur
Seiten: 635–656
Personenregister
Seiten: 657–663
Hans-Christian Harten war bis 2014 Professor für Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin.
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