Fleck, Glanz, Finsternis

Zur Poetik der Oberfläche bei Adalbert Stifter

Die Literatur Adalbert Stifters (1805–1868) ist durch das ästhetische Phänomen der Oberfläche geprägt. Dieser Begriff gewinnt durch die in diesem Band vorgenommenen Konstellationen zwischen Malerei, Visualität und Literatur an Kontur. Während im Epochenkontext des Realismus um 1850 ,Oberfläche‘ sich vor allem als Kategorie der Mimesis von Wirklichkeit behauptet, werden bei Stifter vornehmlich gestaltlose Oberflächenphänomene wie Fleck, Glanz und Finsternis aufgerufen. In dem Maße, wie diese Phänomene im Sinne einer Verschränkung von Erscheinen/Sichtbarmachen und Verlöschen/Verschwinden literarisch verarbeitet werden, trägt sich, wie sich im Kontext der Beiträge abzeichnet, ein moderner Zug in Stifters Prosa des 19. Jahrhunderts ein.

Unsere Preise:

Vorwort
Seiten: 7–13
„jenes Ding … das Licht“
Zum Glanz in der Prosa von Adalbert Stifter
Seiten: 15–33
Lichtspiele
Textile Bildflächen in Der Hochwald und Die Mappe meines Urgroßvaters
Seiten: 77–97
Vermessen
Stifters Erzählung Kalkstein
Seiten: 99–119
Perlgrau
Zur Farbe der Prosa in Stifters Nachsommer
Seiten: 163–179
Prosa der Ebene
Horizontalisierung in Stifters Texten
Seiten: 181–195
Vom Schnee zum Eis
Trübungs- und Glättezonen im Schreiben Adalbert Stifters und Robert Walsers – mit einem Ausblick auf Alexander Kluge/Gerhard Richter: Dezember
Seiten: 197–216
  • Reduzieren
  • Erweitern

Herstellerinformationen:
Koninklijke Brill B.V.
Plantijnstraat 2
2321 JC
Leiden / The Netherlands
productsafety@degruyterbrill.com