Autorität

Krise, Konstruktion und Konjunktur

Reihe: 

Der Begriff der Autorität verortet sich im 20. Jahrhundert in einer komplexen Matrix zwischen zeitgeschichtlichem Problembewusstsein, »konservativem« Denken und politischer Theoriebildung.
Drei Perspektiven kennzeichnen die Rede von Autorität im 20. Jahrhundert: erstens die vermeintliche Krise einer vormals fraglosen Gültigkeit, zweitens der Versuch genealogischer Rückversicherung durch Versatzstücke der Tradition und drittens die Behauptung, Autorität könne als Grundbegriff politischer Theoriebildung und insbesondere demokratischer Ordnungen dienen. Der Sammelband analysiert das Konzept der Autorität entsprechend entlang der drei Dimensionen der Krise, der Konstruktion und der Konjunktur. Der Band arbeitet dabei interdisziplinär: Vereint werden historische, literaturwissenschaftliche und philosophische Ansätze.

Unsere Preise:

Autorität
Krise, Konstruktion und Konjunktur - zur Einleitung
Seiten: 7–21
Question Authority
Hannah Arendt und das Scheitern der Frage nach Autorität
Seiten: 23–39
»Wider die Ächtung der Autorität«
Friedrich Gogarten und der Autoritätsbegriff im theologischen Diskurs
Seiten: 109–125
Die Autorität postmonarchischer Regierung und die Ästhetik der Unterbrechung
Georg Büchner, die Frankfurter Schule und Yaak Karsunke im Kampf gegen Maximilien Robespierres bürgerliche Autorität
Seiten: 149–178
Eigennutz und Spieltheorie
Autoritätskonzepte und Kritik am modernen Staat in Goethes Götz Von Berlichingen
Seiten: 179–210
Autorität vs. auctoritas
Diskurse historischer Kontinuität im 20. jahrhundert
Seiten: 211–227
Eine Welt ohne Familie
Der Kinderladen als ein demokratisches Heilsversprechen
Seiten: 253–281
Die Autorität der Schwäche
Gianni Vattimos anti-autoritäres Autoritätskonzept
Seiten: 283–304
Werktage oder Kruso auf Hiddensee
Zur Frage der Autorität in Übergangsgesellschaften. Anmerkungen zu Volker Braun und Lutz Seiler
Seiten: 317–343
Autorität und das Quietsche-Entchen-Handtuch
»Des Kaisers neue Kleider« in der Sesamstrasse
Seiten: 345–367
Oliver Kohns lehrt deutsche Literatur und Kulturwissenschaft an der Universität Luxemburg.
Till van Rahden ist Inhaber des Canada Research Chairs for German and European Studies an der Université de Montréal.
Martin Roussel lehrt neuere deutsche Literaturwissenschaft und ist Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Internationalen Kollegs Morphomata an der Universität zu Köln.
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