Post-Katastrophische Poetik

Zu W. G. Sebald und Walter Benjamin

Autor:in:
Trotz der oftmals attestierten Nähe des Schreibens W. G. Sebalds zum Denken Walter Benjamins zeigt Luisa Banki, dass sich diese Wahlverwandtschaft weder im Archiv noch durch intertextuelle Nachweise wirklich belegen lässt. Erst eine philologisch und philosophisch tiefgreifende Rekonstruktion erlaubt die Darstellung der Beziehung der beiden Autoren. Auf dem Weg dorthin entsteht eine »post-katastrophische Poetik«. Diese erlaubt, sowohl die Singularität der Shoah als auch ihre Geschichtlichkeit in der Katastrophe, »dass es so weiter geht«, zu fokussieren. Betrachtet vor dem Horizont der benjaminschen Diagnose, das Erzählen sei im Zeitalter der Information unmöglich geworden, erscheint dabei im sebaldschen Text eine andere Triebfeder des Erzählens: Nicht die Melancholie, wie die herrschende Interpretation meint, sondern die Paranoia führt seinem Erzähler die Feder. So wird Sebald zum unverzichtbaren Gesprächspartner auch unserer zeitgenössischen Gegenwart.

Unsere Preise:

Preliminary Material
Seiten: 1–7
Einleitung
Seiten: 9–20
Lesbarkeit
Seiten: 21–79
Erzählbarkeit
Seiten: 81–151
Schreibbarkeit
Seiten: 153–217
Schluss
Seiten: 219–225
Literaturverzeichnis
Seiten: 229–242
Dank
Seiten: 245
Luisa Banki ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Allgemeinen Literaturwissenschaft / Neueren Deutschen Literaturgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie promovierte als Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Das Reale in der Kultur der Moderne“ an der Universität Konstanz.
  • Reduzieren
  • Erweitern

Herstellerinformationen:
Koninklijke Brill B.V.
Plantijnstraat 2
2321 JC
Leiden / The Netherlands
productsafety@degruyterbrill.com