Die Experimentalkultur in einer Seifenblase

Das epistemische Potenzial in Chardins Malerei

著者:
Wie kann Malerei Wissen vermitteln oder gar generieren? Diese Frage untersucht Anita Hosseini in ihrer Studie zum 18. Jahrhundert ausgehend von Jean-Siméon Chardins Gemälde »Die Seifenblasen«.
Durch die Zusammenführung von Experimentalkultur, Bildgenese und Bildrezeption zeigt Hosseini, wie aus der Seifenblase als Symbol der Vanitas zugleich auch ein Sinnbild der Veritas wird. Nicht nur durch das Sujet, sondern auch durch die Darstellungstechnik veranschaulichen Chardins Bildwelten die Diskurse ihrer Entstehungszeit. Die Malerei gibt Aufschluss über das Licht Newtons und die damaligen Wahrnehmungstheorien. Mit »Augen wie Prismen« (Renou) zergliedert Chardin die sichtbare Welt in Luft und Licht, die er zur Darstellung bringt. Aus der malerischen Ästhetik geht eine Wahrnehmungsästhetik hervor, die diese Malerei in der Rezeption selbst zu einem Feld des Experiments macht.

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Preliminary Material
页码: 1–7
Vorwort
页码: 9–10
Einleitung
页码: 11–25
Homo Bulla und Homo Ludens
Das Spiel im Spannungsfeld zwischen Vanitassymbolik und Neuer Pädagogik
页码: 27–63
Rot und Blau
Die Seifenblase als Instrument der Lichtforschung
页码: 65–100
Experiment und Expérience
Das Experiment als sinnliche Erfahrung
页码: 101–149
Zwischenfazit
页码: 151–154
Der Gesichtssinn und seine Begrenzung
Die Einengung des Blickfelds als Entgrenzung der Erfahrung
页码: 155–203
Optik und Haptik
Die Malerei als Seifenblase
页码: 205–249
Bildrezeption und Bildgenese
Die Malerei als Ort der Erfahrung und des Experiments
页码: 251–308
Das epistemische Potenzial der Malerei
页码: 309–324
Literaturverzeichnis
页码: 325–341
Farbtafeln
页码: 343–352
Abbildungsverzeichnis
页码: 353–354
Personenregister
页码: 355–357
Anita Hosseini war bis 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekts „Die kommunikative Konstruktion des sozialen Imaginären in Kunst und Alltag der Gesellschaft – untersucht am Beispiel des Konzepts 'Nachhaltigkeit'“ an der Leuphana Universität Lüneburg. Seitdem ist sie als freie Research Assistentin von Prof. Dr. Beatrice von Bismarck tätig.
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