Das Haremsfenster

Zur fotografischen Eroberung Ägyptens im 19. Jahrhundert

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Die Entdeckung Ägyptens als touristisches Ziel war begleitet von einer reichen Produktion fotografischer Bilder. Diese hatten mit der Lebenswirklichkeit der Bewohner Ägyptens kaum mehr etwas zu tun, umso mehr aber mit den Phantasien und Phantasmen der westlichen Touristen.
Die Aufnahmen stammten alle aus den Ateliers auswärtiger Fotografen und zeigten nach dem Prinzip des Orientalismus das, wodurch sich die traditionelle muslimische Kultur von der westlichen unterschied. Ein besonders beliebtes Motiv waren die Haremsfenster oder Mashrabiyas, die das Erscheinungsbild der traditionellen Stadtviertel Kairos prägten. Die an den privaten Wohnräumen angebrachten Erker erlaubten es den Frauen, das Treiben im Hof und auf der Straße zu beobachten, ohne dabei selbst gesehen zu werden. Für die Fotografen wurde der architektonische Schleier zu einem emblematischen Zeichen, das den Orient als solchen charakterisierte.

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Preliminary Material
页码: 1–6
Anmerkungen zu einer Bildlegende
页码: 7–11
Mit Napoleon im Harem
页码: 13–26
Le Caire pittoresque
页码: 49–82
Postkoloniale Metamorphosen: Ein Nachruf
页码: 143–148
Anmerkungen
页码: 149–168
Literaturverzeichnis
页码: 169–174
Abbildungsnachweise
页码: 175
Dank
页码: 176
Farbtafeln
页码: 177–184
Felix Thürlemann, geboren 1946 in St. Gallen, war bis 2014 Professor für Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Konstanz.
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