Der Begriff der Kritik in der Romantik

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Das romantische Kritikkonzept – Entstehung, Geschichte und Rezeption – und seine hauptsächlichen Vertreter stehen im Zentrum dieser facettenreichen Darstellung. Die romantische Weiterentwicklung aufklärerischer Kritikvorstellungen, auf welche die Gegner der Romantik wiederum reagierten, ist geprägt durch ironische Selbstreflexion, Bemühen um poetische Reorganisation von Wissen und Gesellschaft und ästhetische Kritik des kongenialen, die Geistesgeschichte überblickenden Subjekts. Insbesondere dadurch, dass Friedrich Schlegel die philologische Textkritik in der Untrennbarkeit von Reflexion und Kunstwerk begründete und eine progressive kritische Universalpoesie forderte, wurde zusammen mit der auf Selbstbegründung gerichteten und darum immer vorläufigen und unabschließbaren Reflexionskette die Kritik zum Kennzeichen der Romantik und die Auseinandersetzung mit ihr unabdingbar für Vertreter und Gegner.

Unsere Preise:

Wann ist Kritik möglich?
Ihre intellektuellen, formellen und sozialen Voraussetzungen, aufgezeigt anhand der Überlegungen von Lessing, Friedrich Schlegel und Schleiermacher
Seiten: 19–38
Von der methodus polemica zur romantischen Ironie?
Formen der Überbietung und Relativierung in Aufklärung und Romantik
Seiten: 39–53
Praktische Kritik und ihre theoretische Begründung aus dem Geist der Aufklärung
Zum Begriff der Kritik bei Friedrich Schlegel
Seiten: 55–69
Was ist Kritik?
Zum Zusammenhang von ästhetisch-literarischer und philologischer Kritik in der Aufklärung und bei Friedrich Schlegel
Seiten: 71–89
»Polemische Totalität«
Philosophische und ästhetische Begründungen der Polemik bei Friedrich Schlegel
Von: Dirk Rose
Seiten: 129–150
Konvergenz und Konkurrenz
»Theorie, Geschichte und Kritik der schönen Künste« in August Wilhelm Schlegels Berliner Vorlesungen
Seiten: 151–171
Hermeneutische ›Teufeleyen‹?
Schleiermacher und die frühromantische Kritik
Seiten: 173–198
Die radikale Historisierung der Kritik in der Romantik
Ein Vergleich zwischen Friedrich Schlegel, Arnim/Brentano und den Brüdern Grimm
Seiten: 199–213
Phantastische Rechtskritik
Figurationen der Gesetzlichkeit bei E. T. A. Hoffmann
Seiten: 215–234
Im Bann der Romantik
Zur Verwendung des romantischen Kritikbegriffs im Voß-Kreis
Seiten: 235–255
Der Kritikbegriff bei Maurycy Mochnacki
Ein Beitrag zur polnischen Rezeption der Jenaer Romantik
Seiten: 257–268
Form und Vernunft als Rezeptionskategorien des romantischen Begriffs ›Kritik‹
Walter Benjamin und Thomas Mann und die Immunisierung der Sprache in totalitaristischen Systemen
Seiten: 287–303
»Was ist [ästhetische] Kritik?«
Zur Theoriegeschichte eines populären Begriffs
Von: Oliver Ruf
Seiten: 305–336
Ulrich Breuer ist seit 2006 Universitätsprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Ana-Stanca Tabarasi-Hoffmann ist seit 2013 Associate Professor für Deutsche Literatur und Kultur an der Universität Roskilde, Dänemark.
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