rhythmos

Formen des Unbeständigen nach Hölderlin

Rhythmus ist die Form dessen, was unbeständig, vielfältig, mannigfaltig ist. Beiträge von Samuel Weber, Ulrike Haß, Esa Kirkkopleto und anderen untersuchen die ästhetische und politische Dimension von Rhythmus in Theater, Literatur, Musik und Film.
Émile Benveniste nennt den Rhythmus »die improvisierte, momentane und veränderliche Form«. Rhythmus entsteht durch Unterbrechungen, durch Abstände und Differenzen; erst als Rhythmus kann ein gemeinsamer Zeitraum sinnlich wahrnehmbar werden. Theorien des Politischen sind seit Plato fast ausnahmslos implizite Theorien des Rhythmus. Deshalb ist wiederum eine Reflexion des Rhythmus nötig, um das Politische der Kunst – und insbesondere des Theaters – neu zu denken. In Hölderlins Texten zur Tragödie, bei Sophokles, Kleist, Novalis, Benjamin, Rilke, Rossellini, Deleuze/Guattari und im Theater der Gegenwart suchen die Autorinnen und Autoren des Bandes nach den Formen des Unbeständigen.

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Vorwort
Pages: 7–11
Formen des Unbeständigen
Zur Einführung
Pages: 13–36
Zäsur als Unterbindung
Einige vorläufige Bemerkungen zu Hölderlins „Anmerkungen“
Pages: 37–62
Zäsur der Zeit und Poetik der Tragödie
Zum Verhältnis von Rhythmus und Gedächtnis in Hölderlins Sophokles-„Anmerkungen“
Pages: 63–84
Mimetischer Rhythmus
Zur Bedingtheit von Platons politischem Theater
Pages: 123–153
Synkope und Chor
Roberto Rossellinis Stromboli. Terra di Dio
Pages: 155–174
Rhythmischer Transport
Zur Tropik von Rhythmus (Rilke, Benjamin)
Pages: 209–232
Milieus, Rhythmen, Licht
Zwischen Appia und Uexküll
Pages: 253–279
Zwischen Figur und Landschaft, Ritornell und Musik
Zum rhythmischen und musikalischen Denken von Gilles Deleuze und Félix Guattari
Pages: 281–303
rêve de la rive
Pages: 317–318
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