Deutsche Raumplanung

Das Modell der "Zentralen Orte" zwischen NS-Staat und Bundesrepublik

Autor:innen: und
Im Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Raumplanung zum Instrument für die vorgesehene Aneignung großer Teile Europas. Die bedeutendste konzeptionelle Grundlage dafür war Walter Christallers Modell der »Zentralen Orte«, eine Theorie über die optimale Verteilung von Städten und Menschen im Raum. Als Basis für weitreichende Entscheidungen machte dieses Konzept zwei Karrieren – eine im NS-Staat und eine in der Bundesrepublik.
Karl R. Kegler verfolgt die Geschichte der deutschen Raum- und Bevölkerungsplanung bis zum Ende der 1960er Jahre. Er weist erstmals umfassend nach, dass das Modell der »Zentralen Orte« von Beginn an einer ausreichenden wissenschaftlichen Begründung entbehrte – aber dennoch bis heute als Grundlage von Planung dient. Gerade deshalb illustriert der Erfolg des Modells in eindrucksvoller Weise Wunschdenken und Wechselwirkungen von Wissenschaft und Politik.

Unsere Preise:

Raumplanung im NS-Staat
Seiten: 137–166
Reichweite und Umsetzung
Seiten: 227–265
Re-Formation
Seiten: 309–327
Programme und Strategien
Seiten: 328–379
Normalisierung
Seiten: 380–411
Die Ausgleichsformel
Seiten: 413–463
Dank
Seiten: 489–490
Anmerkungen
Seiten: 491–583
Literatur
Seiten: 587–629
Index
Seiten: 631–644
Dr. phil. Dipl. Ing. Karl R. Kegler ist Architekt und Historiker. Er forscht und lehrt am Insti-tut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich.
  • Reduzieren
  • Erweitern

Herstellerinformationen:
Koninklijke Brill B.V.
Plantijnstraat 2
2321 JC
Leiden / The Netherlands
productsafety@degruyterbrill.com