Religiöse Semantik

Eine sprachphilosophische Grundlegung

Autor:in:
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts prägt die Wiederkehr religiöser Deutungsmuster wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten. Im Versuch, den Zusammenhang von Sprache und Religion sprachphilosophisch zu systematisieren, entwirft Ulrich Welbers eine sprachtheoretische Religionsgeschichte.
Der Autor untersucht, wie die Beziehung von Religion und Sprache, von Gottesvorstellung und ihrer Versprachlichung Gegenstand der Sprachreflexion geworden ist. Er entwickelt einen Beitrag zum Verständnis religiöser Semantik. Anhand wirkungsmächtiger Positionen – von Moses zu Moses Mendelssohn, Augustinus zu Gadamer, Luther zu Bonhoeffer, dem Evangelisten Johannes zu Goethe, Aristoteles zu Benjamin, Wittgenstein zu Lyotard – zeichnet Welbers historisch die systematisch-sprachreflexiven Bezüge von Sprache und Religion nach. Diese prominenten Übergänge bieten aber lediglich das Gerüst für eine Vielzahl weiterer Verknüpfungen. Die Studie versteht sich als Möglichkeit, die Religionsgeschichte und das Fundament abendländischer Kultur von einem neuen Standpunkt aus kennenzulernen und in seinen sprachphilosophischen Konstruktionsbedingungen zu verstehen.

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Preliminary Material
Seiten: 1–10
Apologie: Die ganze Welt ist eine Gallerie religiöser Ansichten
Von Wesen, Erscheinung und Erkenntnis religiöser Semantik
Seiten: 17–116
Und die Schrift war Gottes Schrift
Moses als Begründer einer religiösen Semantik
Seiten: 117–144
Du allein gewandest uns mit Licht
Augustins Bekenntnis einer Sprache der Gotteserinnerung
Seiten: 145–179
Das sey vom dolmetzschen vn(d) art der Sprachen gesagt
Martin Luthers Semantik der Unmittelbarkeit
Seiten: 181–204
Himmel, welch ein Lehrsaal der Ideen und der Sprache!
Herders anthropologische Schöpfungsnarration der Sprache
Seiten: 205–239
Diese geheiligte Werkstätte des Universums
Schleiermachers säkulare Kritik der Säkularisierung
Seiten: 241–281
Und was verschwand wird mir zu Wirklichkeiten
Goethe als Erneuerer einer religiösen Semantik
Seiten: 283–313
Religiöse Gefühle zu erwecken und dauernd zu machen
Ludwig van Beethovens Musiksprachphilosophie in die Unendlichkeit
Seiten: 315–408
Dicht unterm Himmel ruhn gleich Sternedeutern
Ontologisch Übersetzen mit Walter Benjamin
Seiten: 409–425
Eine Gottheit, die wir verehren müssen
Sprache, Sprachwissenschaft, Geist bei Claude Lévi-Strauss
Seiten: 427–447
Die große Frage, die hinter allen diesen Betrachtungen steht
Wittgenstein , Lyotard und der Neubeginn der großen Erzählungen
Seiten: 449–466
Von neuem zu Gott erwachen
Religiöse Semantik in den Übergängen der Moderne. Eine Jahrhundertpassage
Seiten: 467–491
Literaturverzeichnis
Seiten: 493–525
Personenverzeichnis
Seiten: 527–534
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