Anziehender Schrecken

Das Denkbild des Heiligen im anthropologischen und ästhetischen Diskurs der Moderne

Autor:in:
Attribute wie heilig, sakral und vor allem tabu bezeichnen ein ambivalentes Phänomen, das sich die Moderne mit dem Bedeutungsspektrum des lateinischen ›sacer‹ erklärt hat: ehrwürdig und unantastbar, aber auch verworfen und unberührbar, strikt von der Sphäre des ›profanum‹ getrennt und irreduzibel anders.
Doch das lateinische Wort ›sacer‹ hat seine Verständlichkeit verloren. Die Moderne überblendet es mit einem ethnologischen Tabubegriff, der die Leitdifferenz heilig/profan mit der Binnendifferenz rein/unrein verbindet und so die Faszinationsgeschichte eines anziehenden Schreckens schreibt, der sich im Deutschen nicht durch ein einzelnes Wort wiedergeben lässt. Von William Robertson Smith, James George Frazer, Sigmund Freud und Rudolf Otto über Émile Durkheim, Marcel Mauss und Claude Lévi-Strauss bis zu Georges Bataille und Antonin Artaud zeichnet das Buch diesen Diskurs nach.

Unsere Preise:

Preliminary Material
Seiten: 1–6
Einleitung
Seiten: 7–14
William Robertson Smith
Seiten: 27–38
James George Frazer
Seiten: 38–50
Sigmund Freud
Seiten: 50–54
Rudolf Otto
Seiten: 55–64
Die Frage nach dem Ursprung
Seiten: 110–122
Gabe, Preisgabe, Verausgabung
Seiten: 122–136
Verbot und Überschreitung
Seiten: 136–141
Der Narrenkönig
Seiten: 143–152
Profanierte Riten
Seiten: 152–157
Der abjekte Heilige
Seiten: 166–179
Sakral, Abjekt, Transgressiv
Seiten: 181–185
Literaturverzeichnis
Seiten: 187–203
Namensregister
Seiten: 205–208
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