Zur Schreibkunst von William Blake

Ästhetische Souveränität und politische Imagination

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Radikal und innovativ: William Blakes Werk hat nichts von seiner Faszination verloren und nimmt bis in die Gegenwart hinein Einfluss auf Kunst und Popkultur. Seine prophetischen Schriften entfalten im Zusammenspiel mit den visionären Illuminationen noch heute jene »souveräne Gewalt«, die ihnen einst von Georges Bataille zugeschrieben wurde. Die Wechselwirkung von Schrift und Bild setzt Blake in seiner Dichtung gezielt ein, um zu zeigen, dass Politik in ihrem Kern religiös ist. Damit stellt er sich demonstrativ gegen die offizielle Programmatik der politischen Theorieentwürfe des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Statt von Säkularisierung erzählen Blakes literarische Prophetien von den Ursprüngen gesellschaftlicher Macht und von den gemeinsamen Anfängen der staatlichen und epistemischen Ordnungen. Dabei führt Blake die Institutionen Kirche, Ehe, Schule und Militär als Mechanismen zur Repression des Menschen vor, die auf gleichen Prinzipien beruhen.

Unsere Preise:

Preliminary Material
Seiten: 1–6
Einleitung
Seiten: 7–50
Zum Ursprung des Politischen
Seiten: 51–107
Das Medium der Imagination
Seiten: 161–243
Abbildungen
Seiten: 257–272
Dank
Seiten: 273
Bibliographie
Seiten: 275–296
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