Ethik und Migration

Gesellschaftliche Herausforderungen und sozialethische Reflexion

Globale Migration verändert Gesellschaften – christliche Sozialethik leistet einen Beitrag dazu, auf veränderte Kontexte zu reagieren und kreative Lösungsansätze zu entwickeln. Phänomene weltweiter Migration konkretisieren sich in den individuellen Wanderbewegungen – aber auch in den Gesellschaften, die von Ab- oder Zuwanderung betroffen sind. Rechtliche Rahmenbedingungen und politische Konzepte von Gesellschaft geraten dadurch in Bewegung und bringen einen ethischen Reflexionsbedarf mit sich: Welcher Rahmenbedingungen bedarf es, um ein Zusammenleben verschiedener Identitäten zu ermöglichen? Welche Rolle spielen Zugehörigkeit und Citizenship im Kontext von Einwanderung? Und wie verhält sich das Recht des souveränen Staates zu Fragen globaler Gerechtigkeit? Das Buch diskutiert diese Fragen und erforscht die Bedingungen, unter denen plurale Gesellschaften im Kontext von Migration zu gestalten sind, damit Zusammenleben gelingen kann.

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Einleitung
Pages: 9–14
„Denn ihr seid selbst Fremde gewesen“
Sozialethische Anmerkungen zum Migrationsdiskurs
Pages: 15–23
Die Ambivalenz von Identitätsdiskursen
Bausteine zu einer kosmopolitischen Ethik in einer Welt von Fremden
Pages: 51–66
Identität und Migration.
Ein ethischer Kommentar zu Walter Leschs Beitrag „Die Ambivalenz von Identitätsdiskursen“
Pages: 67–80
Zugehörigkeiten, Rechte, Partizipationsmöglichkeiten
Dimensionen von Citizenship und ihre Herausforderung durch Migration
Pages: 81–105
Aus Migranten werden Bürger?
Anmerkungen zu Michelle Beckas „Zugehörigkeiten, Rechte, Partizipationsmöglichkeiten – Dimensionen von Citizenship und ihre Herausforderung durch Migration“
Pages: 107–125
Globale Gerechtigkeit und staatliche Souveränität
Die kontroverse Frage der Grenzen staatlicher Souveränität im Rahmen der Migrations- und Asylpolitik
Pages: 127–138
Grenzenlose Souveränität?
Thesen zur Diskrepanz zwischen Völkerrecht und Staatenpraxis
Pages: 139–146
Religion: Integrationsmotor oder -hemmnis?
Überlegungen im Anschluss an das vielgestaltige Konzept „Identität“
Pages: 147–164
Integration durch Bildung?
Pädagogische und bildungsethische Klärungen zum Umgang mit Gleichheit und Differenz
Pages: 165–184
Globale Fürsorgeketten
Eine exemplarische Skizze zu Genderaspekten in der internationalen Arbeitsmigration
Pages: 185–202
Michelle Becka ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Theologische Ethik an der Goethe Universität Frankfurt.
Albert-Peter Rethmann ist Gründungsdirektor des Instituts für Weltkirche und Mission an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt a.M.
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