Freiheit – Natur – Religion

Studien zur Sozialethik

Freiheit, Natur und Religion sind die drei Eckpunkte des Spannungsfeldes, in dem christliche bzw. katholische Sozialethik traditionell und gegenwärtig entwickelt wird. Für Arno Anzenbacher, dem dieser Band zum 70. Geburtstag gewidmet ist, waren diese Eckpunkte zugleich Programm: Ausgehend von einem klassisch-liberalen Verständnis personaler Autonomie und Verantwortlichkeit hat er das liberale Paradigma einerseits um einen Rekurs auf anthropologische Annahmen und andererseits um einen Bezug zu christlich-religiösen Grundgewissheiten ergänzt – aber sicher nicht verlassen. Die Aufsätze des Bandes nähern sich den drei Begriffen Freiheit, Natur und Religion in unterschiedlicher Weise, setzen sich grundlegend mit ihnen auseinander, problematisieren und diskutieren sie, konfrontieren sie mit gegenwärtigen Einwänden und bieten Beispiele für ihre ›Anwendung‹ und für ihre Bedeutung für eine sozialethisch orientierte Praxis.

Unsere Preise:

Einleitung
Seiten: 9–15
Der freie Wille – nur ein frommer Wunsch?
Begriffliche und empirische Überlegungen zur Diskussion um die Willensfreiheit
Seiten: 29–50
Von der Freiheit des unfreien Willens
Bemerkungen aus theologischer Perspektive
Seiten: 51–84
Freiheit aller Menschen?
Die Spanische Spätscholastik und der Kampf gegen die Sklaverei
Seiten: 85–112
Liberalismus I und Liberalismus II
Religion und die beiden Liberalismustypen bei Charles Taylor
Seiten: 113–132
Das demokratische Potenzial der Arbeitsgesellschaft und ihres Sozialstaates
Zu einem nicht geführten Gespräch zwischen Jürgen Habermas und der katholischen Sozialtradition
Seiten: 133–192
Gemeinwohl
Probleme eines Leitkonzepts der Sozialethik
Seiten: 263–276
Sozialethik als Naturrechtsethik – oder lieber nicht?
Im Gespräch mit Arno Anzenbacher
Seiten: 299–327
Naturrecht am Scheideweg?
Zu einigen gegenwärtigen Herausforderungen der naturrechtlichen Denkform
Seiten: 329–354
Groß vom Menschen denken
Christliche Sozialethik als theologische Disziplin
Seiten: 377–392
Religion und Politik – Vernunft und Glaube
Sozialethische Betrachtungen am Beispiel des Streits um den Papst und die Piusbruderschaft
Seiten: 393–410
Religion und Moral
Moralische Argumente für die Existenz Gottes
Seiten: 411–436
Zum Verhältnis von Religion und Gewalt
Eine Skizze in elf Thesen
Seiten: 449–455
Religion und Armut
Die historische Entwicklung des Armutsstreits in den ersten beiden Jahrhunderten der franziskanischen Bewegung
Seiten: 457–474
Heil durch Gerechtigkeit?
Zur theologischen Verwendung der Trajanslegende
Seiten: 475–495
Von der Jenseits- zur Diesseitsreligion?
Zur religiös-kirchlichen Lage und der Virulenz der Diesseitsreligion Gesundheit/Fitness
Seiten: 497–512
„My religion is of interest only to me“
Rawls und die Religion – Religionsfreiheit im politischen Liberalismus
Seiten: 513–532
Autoren
Seiten: 533–534
Christian Spieß, Jg. 1970, ist Gastprofessor für Theol. Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin sowie Mitglied des Berliner Instituts für Ethik und Politik (ICEP) und des Exzellenzclusters Religion und Politik der Universität Münster.
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