Das Modell zwischen Kunst und Wissenschaft

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Modelle greifen tief in die Prozesse des Denkens und Handelns und in die Entwicklungen der Künste, der Wissenschaften, der Technologien und Kulturen ein. Anders als viele klassische modelltheoretische Ansätze suggerieren, kommen dabei aber nicht nur die bewusst ins Auge gefassten Aspekte der Modelle zur Wirkung, sondern auch solche, von denen man keine Kenntnis hat oder die man auszuschließen versucht. Hinter den auf das Konzept der Repräsentation verpflichteten Modellbegriffen verbirgt sich daher eine schier unermessliche Landschaft von produktiven Unbestimmtheiten, überraschenden Rollenwechseln und ineinander verflochtenen Wechselwirkungen. In dieser Welt herrschen nicht die Regeln der Isomorphie, der Analogie oder der Ähnlichkeit, sondern die der spielerischen Auffassung, der materiellen und medialen Performanz und des historischen Wandels. Dem vielfältigen Wechselspiel dieser und vieler anderer Einflussgrößen ist mit einem vereinfachten Idealszenario nicht beizukommen. Stattdessen gilt es zunächst einmal zu verstehen, dass wir die Bedeutung und die Wirkungsweisen der Modelle bislang kaum verstanden haben.

Unsere Preise:

Einleitung
Seiten: 9–21
Modellkonstellationen
Seiten: 119–141
Theoretische Rochaden
Seiten: 143–166
Modell und Bild
Seiten: 167–199
Schluss
Seiten: 201–207
Danksagung
Seiten: 209–210
Bibliographie
Seiten: 211–223
Personenregister
Seiten: 227–230
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