Adressat: Nachwelt

Briefkultur und Ruhmbildung

Herausgeber:in:
Die Beiträge des Bandes befas-sen sich mit der Bedeutung von Briefen für das Nachleben von Schriftstellern. Der Schwerpunkt liegt auf der deutschen Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts. Briefe und Briefwechsel doku-mentieren Leben und Werk ihrer Verfasser in vielfältiger Weise. Da Schriftsteller diesen Zeugniswert kannten, haben sie ihre Korres-pondenzen nicht selten zur Selbstdarstellung genutzt. Aber ob geplant oder nicht - sobald Briefe gedruckt und verbreitet werden, ist der Verfasser als Per-son für seine Leser gegenwärtig. Dieser Sammelband behandelt die Rolle von Korrespondenzen für die postume Präsenz von Schriftstellern. Im ersten Teil ste-hen Grundlagen der brieflichen Ruhmbildung im Vordergrund (Medialität, Archivierung, Nach-laßpolitik und Edition); im zweiten Teil werden die Überlegungen an Briefwerken deutscher Dichter des 18. bis 20. Jahrhunderts ver-anschaulicht.

Unsere Preise:

Preliminary Material
Seiten: 1–6
Vorwort
Seiten: 7–8
Archive der Subjektivität
Modelle brieflicher Überlieferung bei Goethe, Ernst Jünger und Walter Kempowski
Seiten: 17–36
Monumente des Gedenkens
Briefliteratur und ihre Editionen
Seiten: 37–52
Stimme oder Schrift?
Materialität und Medialität des Briefs
Seiten: 53–69
Die Runzeln Corneilles
Nonverbale Konstruktionsverfahren von Autorschaft in Briefen
Seiten: 71–86
Dialogische Zeichen
Der Brief im Spannungsfeld von Autorschaft und Herausgeberschaft
Von: Uwe Wirth
Seiten: 87–106
„Ein Wichtigeres für die Zukunft weiß ich nicht“
Nachlasspolitik bei Heidegger und Carl Schmitt
Seiten: 107–123
Unter Brüdern
Zur Antizipation politischer Freundschaft in Hölderlins Frankreich-Briefen
Seiten: 125–144
Ökonomie des Opfers
Kleists Todes-Briefe
Seiten: 145–160
Lippen auf Marmor
Bettine von Arnims epistolare Erinnerungspolitik
Seiten: 161–180
„Im Interesse meines gesammelten Briefwechsels“
Nachwelt in Walter Benjamins Briefen
Seiten: 181–193
Signorile Botschaft
Rudolf Borchardts Briefe aus Italien
Seiten: 195–207
„Fruktifizierung des eigenen Briefwechsels“
Zu einem Vorwurf Carl Schmitts an Ernst Jünger
Seiten: 209–216
Der Autor im „Leib der Geschichte“
Walter Kempowskis Multimedia-Projekt Ortslinien
Seiten: 217–224
Autoren
Seiten: 225–228
Namenregister
Seiten: 229–234
Bildnachweise
Seiten: 235
  • Reduzieren
  • Erweitern

Herstellerinformationen:
Koninklijke Brill B.V.
Plantijnstraat 2
2321 JC
Leiden / The Netherlands
productsafety@degruyterbrill.com