Ethik des Verstehens

Beiträge zu einer philosophischen und literarischen Hermeneutik

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Die philosophischen und literaturwissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes gehen der Frage nach, inwieweit sich eine Ethik des Verstehens entwickeln lässt und worin eigentlich die ‚ethische Dimension’ des Verstehens besteht: Ist Verstehen als eine Erkenntnisform zu begreifen, die als solche in besonderer Weise ethisch qualifiziert ist? Und liegt im Verstehen eine Tendenz zu verständnisvollem, wohlwollendem oder gutem Urteilen? Einerseits ist Verstehen als Erkennen strikt zu trennen von Verständnis im Sinne des Mitgefühls oder gar des Einverständnisses; andererseits ist Verstehen durch eine Offenheit für den Anderen oder das Andere bedingt und wird erleichtert, wo ein Wille zum Verständnis da ist. Es geht mithin um die Begründetheit des Verstehens in ethischen Zusammenhängen und die ethische Qualität sozial-kommunikativer Handlungen, von denen das Verstehen eine besonders ausgezeichnete ist. So kann Verstehen aus Moral, aber auch Moral aus Verstehen erwachsen.

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Einleitung
Seiten: 9–20
Bildverstehen
Seiten: 61–81
Unterschiedenes ist gut
Stellenhermeneutik nach Peter Szondi
Seiten: 105–112
Der brave Tuttlinger und der Limburger Käse
Johann Peter Hebels hermeneutische Parabel Kannitverstan (1809)
Seiten: 173–198
Kartoffeln, Käse, Kommunikation
Einige Anmerkungen zum Verhältnis von Systemtheorie und Hermeneutik anläßlich einer Lektüre von Johann Peter Hebels Kannitverstan
Seiten: 199–224
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