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In seinem 1491 publizierten Dyalogus lässt der Kölner Kanoniker Jacobus de Reno zwei Geistliche über die Vor- und Nachteile der Liebe diskutieren. Er orientiert sich hierbei sprachlich und motivgeschichtlich an dem mittelalterlichen Traktat De amore des Andreas Capellanus sowie an der vielgelesenen Novelle De duobus amantibus des Enea Silvio Piccolomini; auf textstruktureller Ebene imitiert er hingegen die Argumentationstechniken der universitären Disputation. Ungewöhnlich ist nicht nur der ausgesprochen liberale und humorvolle Umgang des Autors mit dem Thema der (sexuell definierten) Liebe, sondern auch die geschickte Montage zahlreicher autoritativ verwendeter Zitate, welche den poetischen Klassikern der Antike, des hohen Mittelalters sowie der Renaissance entnommen sind.
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In seinem 1491 publizierten Dyalogus lässt der Kölner Kanoniker Jacobus de Reno zwei Geistliche über die Vor- und Nachteile der Liebe diskutieren. Er orientiert sich hierbei sprachlich und motivgeschichtlich an dem mittelalterlichen Traktat De amore des Andreas Capellanus sowie an der vielgelesenen Novelle De duobus amantibus des Enea Silvio Piccolomini; auf textstruktureller Ebene imitiert er hingegen die Argumentationstechniken der universitären Disputation. Ungewöhnlich ist nicht nur der ausgesprochen liberale und humorvolle Umgang des Autors mit dem Thema der (sexuell definierten) Liebe, sondern auch die geschickte Montage zahlreicher autoritativ verwendeter Zitate, welche den poetischen Klassikern der Antike, des hohen Mittelalters sowie der Renaissance entnommen sind.
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