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Der Beitrag behandelt Johanna Eleonora Petersens Gespräche des Hertzens mit GOTT (1689) vor dem Hintergrund des traditionellen religiösen Selbstgesprächs, wie es in den pseudo-augustinischen Soliloquia animae ad deum auf für die frühe Neuzeit wirkungsmächtige Weise gestaltet wird. Der Vergleich beider Texte lässt die Transformation eines rhetorischen Textmodells der Selbstüberredung in ein autobiographisch fundiertes Modell des Selbstausdrucks erkennen. Die normativen, im Selbstgespräch einzuübenden religiösen Gehalte werden bei Petersen einer biographisch-narrativen Konkretion und Beglaubigung zugeführt und damit einem Diskurs des Authentischen zugeordnet, der die latente Polarität des Soliloquiums zwischen einem formal-abstrakten und einem narrativ-empirischen Modus von Subjektivität offenlegt.
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Der Beitrag behandelt Johanna Eleonora Petersens Gespräche des Hertzens mit GOTT (1689) vor dem Hintergrund des traditionellen religiösen Selbstgesprächs, wie es in den pseudo-augustinischen Soliloquia animae ad deum auf für die frühe Neuzeit wirkungsmächtige Weise gestaltet wird. Der Vergleich beider Texte lässt die Transformation eines rhetorischen Textmodells der Selbstüberredung in ein autobiographisch fundiertes Modell des Selbstausdrucks erkennen. Die normativen, im Selbstgespräch einzuübenden religiösen Gehalte werden bei Petersen einer biographisch-narrativen Konkretion und Beglaubigung zugeführt und damit einem Diskurs des Authentischen zugeordnet, der die latente Polarität des Soliloquiums zwischen einem formal-abstrakten und einem narrativ-empirischen Modus von Subjektivität offenlegt.
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