Beobachtung zweiter Ordnung im historischen Kontext

Niklas Luhmann in Amerika

Obwohl der Begriff der Beobachtung zweiter Ordnung in Luhmanns deduktivem Gedankengebäude einen ausschließlich theoretischen (genauer gesagt epistemologischen) Status hatte, wurde er vor allem von Kulturhistorikern als Instrument für das Verständnis und die Aufbereitung vergangener Situationen genutzt. Der vorliegende Band versucht, derartige Ansätze auf eine neue, systematische Ebene zu bringen. Er bietet nicht nur eine philosophische Kritik des Konzepts der Beobachtung zweiter Ordnung, sondern präsentiert auch erste vergleichende Studien zur Geschichte der Beobachtung zweiter Ordnung in Europa und Südamerika seit der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts.

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Historisierung der Beobachtung zweiter Ordnung
Eine epistemologische Rahmenerzählung
Pages: 7–21
Der Schlüssel zur Kritik des Geschmacks
Die Beobachtung zweiter Ordnung in Kants Ästhetik
Pages: 51–98
Hegel als Philosophie der Beobachtung
Refl exionen über den Diskurs der Wissenschaft und Selbstrefl exivität in der Phänomenologie des Geistes
Pages: 99–118
Pater noster mediterraneum
Die Nachahmung der Griechen als Bedingung für die Moderne
Pages: 135–152
Gegen jeden „Mysteriozismus“
Die Amoderne des jungen Borges
Pages: 153–169
Die Arbeit des Objekts
Borges und die Krise der Interpretation
Pages: 171–191
Die Unbeständigkeit der szientistischen Grenze zwischen dem Realen und dem Imaginären
Eine Annäherung an das Werk von Michel de Certeau
Pages: 193–217
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