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“ALLZU FREYE GEDANCKEN”

in Daphnis
Autor:in:
Dirk Niefanger
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Der Beitrag analysiert Strategien und Funktionen der Sexualrhetorik in der wichtigsten Lyrik-Anthologie um 1700. Die erotischen Gedichte der Neukirchschen Sammlung (1695 ff.) basieren auf einer galanten Camouflage-Technik, die mit der Fiktionalisierung ihres Gegenstandes spielt und sich auf eine argute Dialektik von Indizieren und Verdecken stützt. In die Analyse werden mediengeschichtliche Fragen sowie Aspekte der Körper- und Autorschaftstheorie einbezogen. Als exemplarischer Textgruppe widmet sich der Beitrag schließlich besonders den Sylvia-Gedichten des Herausgebers Benjamin Neukirch, die innerhalb des galanten Diskurses die Spielräume der zeitgenössischen Sexualrhetorik ausweiten.

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