Romantischer Rationalismus

Zu Wissenschaft, Politik und Religion bei Novalis

Autor:in:
Gegen die Vernunft hilft keine Kunst.
Den rationalistischen Annahmen, die die westliche Kultur seit 400 Jahren prägen, ist auch der Romantiker Novalis nicht entkommen. Die romantische Poetik fußt auf dem tiefen Glauben an die Vernunft.
Die Gegenwart hat sich dem Rationalismus fest verpflichtet: Man muss vernünftig handeln, sich klar ausdrücken und die Zukunft planen. Nicht einmal die aktuelle Wirtschaftskrise hat den Glauben an die Vernunft erschüttert. Die Romantik gilt als historische Gegnerin des allseligmachenden Glaubens an die Vernunft. Doch der Autor zeigt, dass Novalis, einer der prominentesten Romantiker, dem Rationalismus fest verbunden ist. Doch nimmt er ihn so ernst, dass er ihn überdreht, und seine Unzulänglichkeiten werden sichtbar. Damit zeigt uns Novalis’ Denken, wo die Grenzen des Rationalismus liegen - und wie schwer es ist, den Verheißungen der Vernunft zu entkommen.

Unsere Preise:

Preliminary Material
Seiten: 1–6
Vorwort
Seiten: 7–8
Wider alle Vernunft
Seiten: 9–32
Zur Vorgeschichte
Seiten: 33–72
Wissenschaft
Seiten: 73–105
Politik
Seiten: 107–138
Religion
Seiten: 139–158
Rationierte Romantik
Seiten: 159–173
Poetik des Rationalismus
Seiten: 175–213
Literaturverzeichnis
Seiten: 214–224
Register
Seiten: 225–227
Remigius Bunia, Prof. Dr. phil., ist seit 2009 Juniorprofessor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität Berlin.
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