Kulturhermeneutik

Interdisziplinäre Beiträge zum Umgang mit kultureller Differenz

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Das Buch widmet sich Phänomenen des Neuen, Anderen, Unklaren, Fremden und fremd Bleibenden, die sich schon seit der 'Krise der Moderne' den geisteswissenschaftlichen Disziplinen aufdrängen und die in der 'Postmoderne' nicht länger mehr als Rest- oder Randphänomene abgeschoben und entsorgt werden können. Es sind dies Phänomene der in der literarischen, sozialen, politischen, religiösen, kurz: kulturellen Kommunikation auftretenden, oft sich aufdrängenden und doch nur schwer zu begreifenden oder gar dingfest zu machenden Alterität. Die kulturhermeneutische Ausrichtung der Forschungspublikation akzeptiert im Blick auf die Frage, wie kulturelle Kommunikation überhaupt funktioniert, keine alten oder neuen Selbstverständlichkeiten. Vielmehr bringt sie die in den verschiedenen Fächern – Literaturwissenschaften, Soziologie, Politische Wissenschaften, Religionswissenschaft, Theologie, Medienwissenschaft – mitgebrachten methodischen Potenziale, die als solche in keinem Fall unverändert bleiben kön nen, in ein experimentelles Gespräch. Dies nicht immer konfliktlose Gespräch hat es ermöglicht, eine phänomenologisch und semiotisch justierte Hermeneutik mit der Sprachanalyse, der Systemtheorie und der dekonstruktivistischen Diskursanalyse zu verbinden. Die in diesem Buch versammelten Beiträge beantworten je auf ihrem Feld die Frage, was Kulturhermeneutik ist, wenn sie 'im Zeichen von Differenz und Transdifferenz' betrieben wird.

Unsere Preise:

Einleitung
Seiten: 11–22
Die implizite Medialität des Kulturvergleichs
Interkulturelle Hermeneutik zwischen Phänomenologie und Medienphilosophie
Seiten: 31–54
Schnittstellen am ganzen Leib
Der Leib eine offene Schnittstelle. Überlegungen zur Bedeutung der Leiblichkeit für eine Interkulturelle Hermeneutik
Seiten: 55–74
Das Problem des Standpunktes aus pragmatischer Sicht
Malls orthafte Ortlosigkeit als Symptom für ein Dilemma der Interkulturellen Hermeneutik
Seiten: 75–94
Captive Women und Praying Indians
Koloniale Hermeneutik und Transdifferenz in Texten der frühen amerikanischen Kolonialzeit
Seiten: 125–157
Trickster Hermeneutics als alterNative Schreib- und Lesepraxis
Gerald Vizenors Harold of Orange und Louis Owens Bone Game
Seiten: 159–185
Die Postkoloniale Poetik von Derek Walcotts Revisionen des Robinson Crusoe in „Crusoe’s Journal“
Ein literaturwissenschaftlicher Beitrag zum kulturhermeneutischen Selbst- und Fremdverstehen
Von: Antje Kley
Seiten: 187–205
Der Fall Mudrooroo
Authentizität, Autorität, der Buchmarkt und der Leser
Seiten: 223–241
Text und Wirklichkeit
Instruktion, Rekonstruktion und das Problem der Einheit und des Außenbezuges des Textes
Seiten: 267–287
Semantikanalysen als kulturhermeneutische Methode
Ein Fallbeispiel einer politisch-sozialen Semantik
Seiten: 289–310
Kontingenz und Ironie
Zum Verhältnis von Geschichtsbewusstsein und Handlungsorientierung am Beispiel der ‚Wende‘
Seiten: 311–336
Die Paradoxie des Verstehens
Kulturhermeneutik nach Gadamer und Luhmann
Seiten: 337–356
Zur Zirkularität von Phänomen und Theorie
Von einer systemtheoretischen zu einer kulturhermeneutischen Perspektive
Seiten: 357–378
Who’s zoomin’ who?
Positionalität, Intersubjektivität und Selbstrefl exivität in der Forschungspraxis der sozialwissenschaftlichen Hermeneutik
Seiten: 379–397
Im Wunderland des Glaubens
Religionswissenschaft zwischen Kulturhermeneutik und Kulturpolitik
Seiten: 407–428
„I am leaving myself to you ... You will understand or you won’t.”
Jackie Kays Trumpet (1998) als literarische Inszenierung hermeneutischer Ethik
Seiten: 429–453
Die ethische Handlungsgemeinschaft als Voraussetzung der Hermeneutik
Zur Dialektik des Handelns und Verstehens
Seiten: 455–472
Übertragung als Prophezeiung und Inszenierung
Richard Wilhelms Einführung des Übermensch-Konzepts in die daoistische Gedankenwelt
Seiten: 495–518
‚Postkoloniale‘ Übersetzung als kulturhermeneutisches Projekt
Zur Übertragung von Spivaks A Critique of Postcolonial Reason ins Deutsche
Seiten: 519–538
Nah am Text
Der Unterschied zwischen Übertragen und Übersetzen, dargestellt anhand der Verdeutschung der Schrift durch Martin Buber und Franz Rosenzweig
Von: Urs Espeel
Seiten: 539–554
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