Allgemeine Anmerkungen zur vorliegenden Publikation
Die vorliegende Arbeit ist in vier groÃe Teile gegliedert: Hinführung, lateinischer Text, Ãbersetzung und Kommentar. Der lateinische Text stellt eine überarbeitete Version des in der CSEL-Ausgabe (Band 85,1) von Zelzer enthaltenen Textes des ersten Buches von Ad Florum (Flor.) dar, das im ersten Buch von Augustins Contra Iulianum opus imperfectum zitiert ist. Der kritische Apparat, der im Falle von Ãnderungen am Text angegeben und angepasst wird, basiert ebenso auf Zelzers Ausgabe.1 Ebenfalls aus der CSEL-Ausgabe stammen die Hinweise auf Zitate innerhalb des Textes von Ad Florum, welche von der Autorin erweitert wurden. Die Paragraphennummerierung von Flor. 1 stimmt mit derjenigen Zelzers überein, die Zeilennummerierung der CSEL-Ausgabe wurde im Text nachgebildet. Für die Ãberarbeitung des Textes und des kritischen Apparates wurden Anmerkungen und Vorschläge von Primmer, Alexanderson sowie Cipriani, Volpi und Teske herangezogen.2 Diese sind im Apparat zu den textlichen Veränderungen angegeben und zusätzlich im Kommentar zu der jeweiligen Stelle erläutert. Ãnderungen an der Interpunktion Zelzers sind dann im Kommentar vermerkt, wenn sich gravierende Ãnderungen im Textverständnis ergeben. Für die im lateinischen Text enthaltenen Zitate aus anderen Werken Julians wurde die Fragmentsammlung von De Coninck im CCL, Band 88, sowie diejenige Bruckners herangezogen.3 Bei Zitaten aus De nuptiis et concupiscentia verweisen die Stellenangaben auf die Textausgabe von Vrba und Zycha im CSEL, Band 42; die Stellenangaben für Zitate aus Contra duas epistulas Pelagianorum und De peccatorum meritis et remissione et de baptismo paruulorum stammen aus dem CSEL, Band 60, der ebenfalls von Vrba und Zycha ediert ist; die Stellenangaben für Zitate aus De duabus animabus stimmen mit der Edition von Zycha im CSEL, Band 25,1, überein. Die Zitatangabe ist dabei jeweils mehrgliedrig, wenn es sich um Augustinuszitate handelt, die Julian in Ad Florum 1 verwendet. Sie spaltet sich auf in Werk, Buchnummer und Paragraphenzahl, wobei in Klammern dahinter Seiten- und Zeilenzahl der jeweiligen Ausgabe genannt ist. An letzter Stelle folgt im Fettdruck die Paragraphen- und Zeilenangabe der Passage, in der das Zitat in Ad Florum 1 angeführt wird.
Der deutschen Ãbersetzung von Ad Florum 1 liegt eine deutsche Arbeitsübersetzung von Ring (*â¯1936, â â¯2009) zugrunde.4 Ãberarbeitet wurde diese unter Zuhilfenahme der Ãbersetzungen von Teske und Volpi.5
Die Hinführung zum Kommentar umfasst die Entstehungshintergründe von Ad Florum 1, die Erläuterung der Grobstruktur dieser Schrift, die für das Verständnis des Textes wesentlichen Schwerpunkte sowie eine Darstellung des rhetorisch-argumentativen Vorgehens Julians. Innerhalb des Kommentars wird auf die Kapitel der Hinführung und deren Unterkapitel zurückverwiesen, um die Redundanz im Text zu verringern und einen Ãberblick zu ermöglichen. An Stellen, an denen Julian mit seiner polemischen Rekonstruktion von Augustins Ansichten argumentiert, ist gelegentlich Augustins Name in Anführungszeichen gesetzt, um zu verdeutlichen, dass es sich hierbei nicht um Augustins eigentliche Position handelt.
Der Kommentar bietet eine inhaltliche, literarische, rhetorisch-argumentative und an einigen Stellen auch sprachliche Analyse. Es werden dort also z.â¯B. Erläuterungen zu den Ansichten Julians, aber auch zu denen Augustins angeführt, Anspielungen auf andere Werke erklärt und Julians Vorgehensweise bei der Widerlegung Augustins offengelegt. Für einen Ãberblick über die Sprache und den Stil Julians sei auf die Anmerkungen von Baxter, Bouwman, Vaccari und Lössl verwiesen.6 Erläuterungen zu von Julian in Ad Florum 1 angeführten umfangreichen Augustinuszitaten und Selbstzitaten sind durch Einrückung des Kommentars gekennzeichnet. Stellenangaben aus Ad Florum 1 sind im gesamten Text durch Fettdruck hervorgehoben und bestehen aus Paragraphen- und Zeilenangabe, die der Nummerierung in Zelzers Ausgabe entsprechen. Stellenangaben aus den anderen Büchern von Ad Florum sind zwei- oder dreigliedrig (Buch, Paragraph, gegebenenfalls Zeile entsprechend der Edition Zelzers im CSEL 85,1â2) und nicht durch Fettdruck hervorgehoben.7 Die von Julian überlieferten Kommentare und Fragmente sind entsprechend der Ausgabe von De Coninck (CCL 88) zitiert. Der lateinische Text und die Stellenangaben (und gegebenenfalls auch Seiten- und Zeilenangaben) von Zitaten aus den Werken Augustins sind zum GroÃteil aus dem CAG (Corpus Augustinianum Gissense) übernommen und entsprechen damit den dort zur Verfügung stehenden Editionen.8 Die für Werke Augustins verwendeten Abkürzungen stimmen mit den Richtlinien des Augustinus-Lexikons überein. Für die Editionen, die nicht mit dem CAG übereinstimmen oder aus denen Texte anderer Autoren entnommen worden sind, sei auf die Bibliographie verwiesen. Hervorhebungen innerhalb lateinischer und griechischer Zitate, die von der Autorin stammen, wurden im Fettdruck vorgenommen. Sofern kein lateinischer Text zitiert und nur eine Stellenangabe zu einem antiken Autor vermerkt ist, wurde auf die Angabe von Editionen in der Bibliographie verzichtet. Die Abkürzungen und Stellenangaben dieser Autoren entsprechen im Falle lateinischer Schriftsteller den Abkürzungen des TLL-Indexbandes und im Falle griechischer Schrifteller den Abkürzungen des LSJ,9 Brill10 (nur im Falle Plutarchs) oder dem Abkürzungsverzeichnis von Lampe.11 Die Abkürzungen für Zeitschriften, Reihen und Lexika entsprechen den Richtlinien des Augustinus-Lexikons. Zur Erläuterung von Anspielungen auf Bibelstellen, die Julian in Ad Florum 1 einflicht, wurde auf den Bibeltext der Vulgata zurückgegriffen.12 Die angeführten Ãbersetzungen lateinischer und griechischer Texte sind selbstständig verfasst, sofern nicht zuvor durch einen Kurztitel auf eine herangezogene Ãbersetzung hingewiesen ist.13 Nicht zu jeder zitierten Stelle wurde eine Ãbersetzung beigegeben, sondern nur zu Kernstellen und solchen Texten, zu denen keine deutsche Ãbersetzung existiert. Deutsche Ãbersetzungen, die für die Ãbertragung dieser Texte zur Orientierung herangezogen wurden, sowie englische Ãbersetzungen, die zu Hilfe genommen wurden, sind unter den jeweiligen antiken Autoren in der Bibliographie vermerkt. Die Ãbersetzungen von Zitaten aus den Büchern 2â6 von Ad Florum wurden unter Zuhilfenahme der Ãbersetzungen des Contra Iulianum opus imperfectum von Teske und Volpi angefertigt.14
Die Bibliographie enthält neben den mit Kurztiteln versehenen und in der vorliegenden Arbeit zitierten Werken weitere zum Themenkomplex gehörende Schriften, die einen Ãberblick über die vorhandene Literatur bieten sollen. Editionen, aus denen lateinische oder griechische Texte entnommen sind, auf die aber innerhalb der vorliegenden Arbeit nicht direkt verwiesen wird, sind in der Bibliographie ebenfalls ohne Kurztitel aufgeführt.
Zu den im Apparat verwendeten Abkürzungen cf. Zelzer, CSEL 85,1, pp. xliii und xlvi, zur handschriftlichen Ãberlieferung des Contra Iulianum opus imperfectum cf. Zelzer, CSEL 85,1, pp. xiiiâxxvii und Zelzer, Iulianum opus 833â¯sq.
Cf. Primmer, Rhythmus 1â2; id., Textvorschläge; Alexanderson, Idées; Cipriani/Volpi, SantâAgostino 1; Teske, Answer.
Cf. Bruckner, Bücher.
Die Version von Ring ist eine Ãberarbeitung der Arbeitsübersetzung von Sebastian Kopp, OSA. Für die Leihgabe des Typoskripts und die hilfreichen Informationen möchte ich an dieser Stelle Frau Dr. Carolin Oser-Grote, der Leiterin der Bibliotheca Augustiniana â Forschungsbibliothek der Deutschen Augustiner, meinen herzlichen Dank aussprechen. Zur Person von Thomas Gerhard Ring cf. Mayer, Ring. In der Bibliotheca Augustiniana befinden sich weitere Ãberarbeitungen von Ãbersetzungen zum Contra Iulianum opus imperfectum aus dem Nachlass von Ring. Für die Bücher 2â5 liegen dabei Vorarbeiten von Augustinerpatres aus Münnerstadt vor; für das sechste Buch findet sich dort keine Ãbersetzung. Mit der Ãberarbeitung dieser Vorlagen ist Ring nicht bis über den Anfang des dritten Buches hinausgekommen. Bei der Erstellung dieser Arbeit wurde lediglich die Ãbersetzung zum ersten Buch des Contra Iulianum opus imperfectum herangezogen.
Cf. Teske, Answer; Cipriani/Volpi, SantâAgostino 1.
Cf. Baxter, Notes; Bouwman, Wortschatz; id., Kommentar; Vaccari, Commento; Lössl, Julian 90â101.
Bei den Zitaten aus den Büchern 2â6 von Ad Florum aus der Edition des Contra Iulianum opus imperfectum, die sich über mehrere Paragraphen erstrecken, wurde auf die Auslassungszeichen zur Markierung des Wegfalls von Augustins Einwürfen aus dem Contra Iulianum opus imperfectum verzichtet. Andernfalls wäre dem Leser nicht ersichtlich, ob es sich bei der Auslassung um einen Teil des im Contra Iulianum opus imperfectum zitierten Textes von Julian oder um Augustins eigene Kommentare zu Ad Florum handelt.
Das CAG wurde ebenso wie der TLG und die LLT-A für die Recherche nach Parallelstellen verwendet. Die Angaben von Bibelstellen innerhalb von Texten Augustins und Julians entsprechen denjenigen des CAG.
Liddell, H.G./ Scott, R., A Greek-English Lexicon revised and augmented throughout by H.S. Jones with the assistance of R. McKenzie, Oxford 1940.
Montanari, F./ Goh, M./ Schroeder, C., The Brill Dictionary of Ancient Greek, Leiden [u.â¯a.] 2015.
Lampe, G.W.H., A Patristic Greek Lexicon, Oxford 1961. Eigens erstellte Abkürzungen sind in der Bibliographie hinter der jeweiligen herangezogenen Edition vermerkt.
Die Bibeltexte sind in diesem Fall dem wissenschaftlichen Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft entnommen, die den Vulgatatext von Weber und Gryson zur Verfügung stellt (
Für die Hilfe bei der Ãbersetzung der griechischen Zitate möchte ich mich hier herzlich bei Marion Schneider bedanken.
Cf. Teske, Answer; Cipriani/Volpi, SantâAgostino 1â2. Auch für die weiteren Fragmente aus den Werken Julians gibt es keine eigenständige Ãbersetzung. Für die Ãbertragung dieser Texte ins Deutsche wurden daher auch die englischen und deutschen Ãbersetzungen der Werke Augustins, in denen Fragmente aus den Schriften Julians zitiert sind, konsultiert. Diese finden sich in der Bibliographie zu Augustinus; die jeweilige Passage, in der ein Zitat aus den Schriften Julians (von Ad Florum abgesehen) bei Augustinus angeführt wird, ist in Klammern hinter der Stellenangabe des Fragments im FlieÃtext angegeben.